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11. Juli 2013   Börse

Aller guten Dinge sind zwei

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Die Deutsche Annington hat es im zweiten Anlauf an die Börse geschafft. Allerdings fiel der Börsengang nur halb so groß aus wie ursprünglich geplant.

Knapp eine Woche nach dem ersten Versuch der Deutschen Annington, gelingt Deutschlands größtem Wohnimmobilienkonzern am 10.7.2013 der Börsengang. Allerdings mit Einbußen: Die 35,85 Mio. Aktien wurden zu einem Preis von 16,50 Euro unter institutionellen Investoren platziert. Beim ersten Versuch lag die avisierte Preisspanne noch bei 18-21 Euro je Aktie. Zu diesem Preis fanden sich aber zu wenige Investoren, um den Börsengang durchzuführen.

Mit 575 Mio. Euro fällt der Börsengang nun nur halb so groß aus, wie es sich der Eigentümer, der Finanzinvestor Terra-Firma, ursprünglich erhofft hatte. Bei dem reduzierten Preis überstieg Medienberichten zufolge die Nachfrage das Angebot um das Drei- bis Vierfache. , Bei einem Platzierungspreis von 16,50 Euro wird die Deutsche Annington an der Börse mit 3,7 Mrd. Euro bewertet. Die Erstnotiz erfolgte heute im Prime Standard der Frankfurter Börse und der erste Börsenpreis lag bei 17,10 Euro.

Der Wohnimmobilienkonzern erhält aus dem Börsengang wie ursprünglich geplant 400 Mio. Euro, trotz des erheblich niedrigeren Anteilspreises. Denn 24 Mio. Aktien der platzierten 35,85 Mio. Aktien stammen aus einer Kapitalerhöhung. Abstriche musste dagegen der Finanzinvestor bei der Platzierung seiner Anteile machen. Der britische Investor Terra Firma muss sich nun mit 175 Mio. Euro begnügen, hatte aber bis zu 730 Mio. Euro erwartet. Terra Firma und seinen Co-Investoren gehören nach dem Börsengang noch 84,5 % an der Deutschen Annington. 15,5 % der Anteile befinden sich im Streubesitz.

Stephanie Wente, Redaktion AnlegerPlus