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5. Januar 2015   Verbraucher

Das ändert sich im Jahr 2015 – Sozialleistungen und Altersvorsorge

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Der 1. Januar ist ein beliebter Stichtag für Gesetzesänderungen und andere Neuerungen. Wir geben Ihnen in unserer Serie „Das ändert sich 2015“ einen Überblick, welche Veränderungen es für Sie im nächsten Jahr gibt. Im vierten Teil unserer Serie beschäftigen wir uns mit den Themen Sozialleistungen und Altersvorsorge.
 

Elterngeld Plus
Ab 2015 können Eltern während einer Teilzeittätigkeit doppelt so lange Förderung durch Elterngeld erhalten wie bisher. Somit kann ein Elterngeldmonat zu zwei Elterngeld Plus Monaten werden, allerdings wird dann auch nur halb so viel Elterngeld pro Monat ausbezahlt. Falls beide Eltern in Teilzeit arbeiten, gibt es zusätzlich einen sogenannten Partnerschaftsbonus, der vier weitere Monate Elterngeld Plus bringt. Dafür müssen beide über mindestens vier Monate 25-30 Wochenstunden arbeiten. Weiterhin kann auch das bisherige Elterngeldmodell gewählt werden und sogar eine Kombination beider Varianten.

Arbeitslosengeld II
Hartz IV-Empfänger können sich ab Januar über mehr Geld freuen. Alleinstehende und Alleinerziehende erhalten mit 399 Euro monatlich 8 Euro mehr, Ehegatten bekommen 360 Euro, ein Plus von 7 Euro. Je nach Alter erhalten Kinder ab 2015 zwischen 234 und 320 Euro pro Monat, das sind 5 bis 7 Euro mehr als bislang.

Garantiezins für Versicherungen sinkt
Ab Januar 2015 sinkt der Garantiezins für neu abgeschlossene Kapitallebens- und Rentenversicherungen. Statt 1,75 % wie bisher wird in Zukunft nur noch eine Verzinsung von 1,25 % garantiert. Auf bereits bestehende Verträge hat diese Änderung keinen Einfluss. Dafür steigt die Beteiligung der Versicherten an den Risikoüberschüssen der Versicherungsgesellschaften von bisher 75 auf 90 %. Das gilt sowohl für Neukunden wie auch für die Bestandskunden.

Höhere Förderung der Basis-Rente
Die sogenannte Rürup-Rente soll ab 2015 stärker gefördert werden, das Zollkodex-Anpassungsgesetz befindet sich gerade in der Abstimmung. Einerseits soll der Maximalbetrag des Sonderausgaben-Abzugs von 20.000 Euro auf 24.000 Euro pro Person steigen. Verheiratete können dann bis zu 48.000 Euro steuerbegünstigt in die Altersvorsorge einzahlen. Andererseits sollen Ledige in Zukunft Vorsorgebeiträge bis zu 19.200 Euro als Sonderausgabe steuerlich geltend machen können, Verheiratete bis zu 38.400 Euro.

Mehr Spielraum bei betrieblicher Altersvorsorge
Die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung West auf 72.600 Euro bewirkt ab nächstem Jahr mehr Spielraum, Steuern und Sozialabgaben zu sparen. Statt 2.856 Euro wie bisher können Arbeitnehmer dann 2.904 Euro ihres Gehalts umwandeln. Bei der Gehaltsumwandlung aus Bruttolohneinzahlungen in Direktversicherungen, Pensionskassen und -fonds werden bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze begünstigt. Dies entspricht monatlichen Einzahlungen von 242 Euro, das gilt für das gesamte Bundesgebiet.

 

 

 [CF1]http://www.anlegerplus.de/home/schnell-sein-lohnt-sich/

Redaktion AnlegerPlus. Quelle: Postbank. Ohne Gewähr!



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