17. Juni 2014   Wirtschaft

Erneuter Rückgang beim ZEW-Index

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Auch im Juni 2014 gaben die Konjunkturerwartungen für die deutsche Wirtschaft nach. Es war der sechste Rückgang in Folge.

Erneut verschlechterte sich der Indikator zu den Konjunkturerwartungen für Deutschland des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Der sogenannte ZEW-Index gab im Juni im Vergleich zum Vormonat um 3,3 auf 29,8 Punkte nach. Das ist der sechste Rückgang in Folge, jedoch fällt dieser wesentlich schwächer aus als noch im Mai, als der Index um mehr als 10 Punkte nachgab.

ZEW-Präsident Prof. Dr. Clemens Fuest erklärte, ein weniger starkes zweites Quartal habe sich nach dem starken ersten Quartal 2014 bereits angedeutet, jedoch laufe die deutsche Konjunktur derzeit sehr gut. Das Maßnahmenpaket der Europäischen Zentralbank (EZB) habe zeigt laut ZEW Wirkung, nach dessen Ankündigung seien die Prognosen der ZEW-Experten etwas optimistischer ausgefallen.

Dafür wird die aktuelle konjunkturelle Lage in Deutschland leicht besser eingeschätzt als noch im Mai 2014. Die Bewertung stieg deutlich um 5,6 auf 67,7 Punkte.

Erwartungen für die Eurozone optimistischer
Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone legten im Juni zu. Der entsprechende Indikator stieg im Vergleich zum Vormonat um 3,2 auf 58,4 Punkte. Die aktuelle Lage wird allerdings etwas schlechter eingeschätzt, der Index verschlechterte sich um 2,1 auf -27,7 Punkte.

Für die Umfrage des ZEW werden monatlich Analysten sowie institutionelle Anleger zu ihren mittelfristigen Erwartungen bezüglich der Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung befragt.

Carolyn Friesl, Redaktion AnlegerPlus