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2. Januar 2018   Investment

Fondsbranche verwaltet über 3 Billionen Euro

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Ende Oktober 2017 verwaltete die deutsche Fondsbranche ein Rekordvermögen. Spitzenreiter sind offene Spezialfonds, aber auch offene Publikumsfonds haben eine neue Höchstmarke erreicht. Die Absatzliste wird von Mischfonds angeführt.

Nach Angaben des deutschen Fondsverbandes BVI hat sich das von der deutschen Fondsbranche verwaltete Vermögen (AuM) seit dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 verdoppelt. Der Großteil der über 3 Billionen Euro gemangten Fondsgelder entfällt mit 1.597 Milliarden Euro auf offene Spezialfonds, d.h. Fonds für institutionelle Anleger deren auszugebende Anteile nicht begrenzt sind. Von Anfang Januar bis Ende Oktober dieses Jahres wurden hier zusätzliche 69,7 Milliarden Euro in diese Fondsgattung investiert.

Im gleichen Zeitraum stieg das Volumen der offenen Publikumsfonds um 59,3 Milliarden Euro. Diese Fondsgattung, die auch für Privatanleger zugänglich ist, verzeichnete mit 1.018 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen eine neue Bestmarke. In geschlossenen Publikums- und Spezialfonds steuerten Assetmanager insgesamt 5 Milliarden Euro und in freien Mandaten 381 Milliarden Euro.

Bei den offenen Publikumsfonds dominieren weiterhin Aktienfonds. Das verwaltete Vermögen von 392,9 Milliarden Euro per Ende Oktober 2017 entspricht einem Anteil von 39 %. Von den netto 12,7 Milliarden Euro, die von Januar bis Oktober 2017 in Aktienfonds investiert wurden, entfielen 10,9 Milliarden auf Aktien-ETFs und 1,8 Milliarden Euro auf aktiv gemanagte Fonds. Mischfonds kommen nach zehn Monaten des laufenden Jahres auf 259,7 Milliarden Euro AuM und führen mit Zuflüssen von 25,6 Milliarden Euro die Absatzliste per Ende Oktober an. Das in Rentenfonds investierte Vermögen stieg seit Beginn 2017 um netto 18,5 Milliarden Euro an und die AuM betragen somit insgesamt 212,7 Milliarden Euro. Im Trend lagen hier besonders geldmarktnahe Produkte und Fonds, die Anleihen aus Schwellenländern im Fokus haben, so der BVI. Die aktuelle Statistik des Verbands zeigt bei Immobilienfonds einen Zuwachs von netto 4,3 Milliarden Euro in diesem Jahr auf ein verwaltetes Vermögen von 89,6 Milliarden Euro.

81 % der offenen Publikumsfonds in Deutschland werden von Gesellschaften mit deutschem Ursprung verwaltet, 19 % beträgt der Anteil ausländischer Fondsanbieter. Den Großteil der Anlegermittel deutscher Fondsgesellschaften konnten die Allianz Global Investors mit 1,9 Milliarden und die Deutsche Asset Management mit 1,8 Milliarden Euro verbuchen. Bei den ausländischen Anbietern haben mit 9 % Assetmanager aus den USA die Nase vorn. Spitzenreiter ist hier die Investmentgesellschaft Franklin Templeton, die für hiesige Anleger ein Vermögen von 20,4 Milliarden Euro betreut. Auch Fidelity International mit 14,8 Milliarden Euro und die 2017 erweiterte Amundi Asset Managmement mit 13,5 Milliarden Euro sind in Deutschland stark vertreten. Englische Anbieter sind mit rund 4 % an der deutschen Fondsbranche beteiligt, französische mit drei und schweizerische mit einem Prozent. Bei diesen Zahlen muss allerdings berücksichtigt werden, dass sich nicht alle ausländischen Anbieter an dieser Statistik beteiligt haben.

 




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