11. Juli 2017   Fondsinvestment

Friedrich & Weik Wertefonds

Fondsinvestment

Ein Investmentfonds hinterlegt mit realen Sachwerten zur Vermögenssicherung, das ist die Idee hinter dem Friedrich & Weik Wertefonds, den die Finanzexperten und Bestsellerautoren Marc Friedrich und Matthias Weik zusammen mit der SOLIT Gruppe ins Leben gerufen haben. Wir haben uns über die Anlagestrategie des Fonds mit den Fondsinitiatoren unterhalten.


Herr Friedrich, Herr Weik, wie zufrieden sind Sie mit „Ihrem“ Wertefonds nach dem ersten halben Jahr am Markt?

Insgesamt sind wir sehr zufrieden. Man darf nicht vergessen, wir haben ein völlig neues Produkt entwickelt und der Markt hat dieses sehr positiv angenommen. Wir sind sehr dankbar dafür, dass uns seit Jahresanfang Anleger bereits rund 11 Mio. Euro anvertraut haben. Das Anlagekonzept des Friedrich & Weik Wertefonds hat sich in den ersten sechs Monaten bereits bewährt. In einem Marktumfeld von steigenden Aktienmärkten und sinkenden Gold- und Silberpreisen konnte sich der Fonds gut behaupten. Die zwischenzeitliche negative Entwicklung der Edelmetall- und Minenmärkte konnte der Fonds durch die positive Entwicklung des Aktiensegments und der aktiven Steuerung der Investitionsquoten sehr gut kompensieren.

 

Bisher beträgt der reale Sachwertanteil im Fonds nur 16 %. Ab welchem Fondsvolumen werden Sie neben Gold weitere reale Vermögenswerte erwerben und nach welcher Priorität?
Der Wertefonds ist ein offener und somit täglich handelbarer Investmentfonds. Die gesetzlichen Grundsätze der Risikostreuung und Liquidität müssen von uns und den mandatieren Fondsmanagern natürlich berücksichtigt werden. Ab einem Fondsvolumen von rund 20 Mio. Euro können wir neben Goldbarren weitere reale Vermögenswerte wie Silber, Wald, Ackerland und Immobilien in unser Fondsportfolio aufnehmen. Bei der Auswahl dieser Vermögenswerte arbeiten wir gemeinsam mit externen Spezialisten. In Abhängigkeit der Bewertung und möglicher Erwerbspreise werden wir die Reihenfolge definieren. Später werden Diamanten sowie weitere Sachwerte dazukommen.  



Mit 43 % ist der Cashanteil dafür sehr hoch. Cash als Wertespeicher, widerspricht das nicht eigentlich der Investmentphilosophie des Fonds?
Der Friedrich & Weik Wertefonds verfolgt einen vermögensverwaltenden Ansatz. Im Rahmen des Risikomanagements wählen die von uns mandatierten Fondsmanager Ihre Investitionsquoten für die von ihnen verantworteten Anlageklassen eigenständig. Im 1. Halbjahr haben wir eine Preiskorrektur bei Gold und Silber und damit einhergehend bei den Edelmetallminen gesehen, daher sind wir in diesen Anlagesegmenten bisher nicht voll investiert. Wir erwarten für das 2. Halbjahr eine wieder zunehmende Volatilität an den Aktienmärkten. Der aktuell hohe Cashanteil ermöglicht es, flexibel und agil Zukäufe bei den Edelmetallen und Edelmetallminen vorzunehmen. Einen Teil der Liquidität haben wir darüber hinaus für die Käufe realer Vermögenswerte (Wald, Ackerland, Immobilien etc.) zurückgestellt.



Beim Aktienanteil hätte man eher sog. Valuewerte oder solide Bluechips erwartet. Die Liste der Titel liest sich aber anders. Welche Anlagestrategie steckt dahinter?
Wir sind Querdenker und immer antizyklisch. Bei der Auswahl der Fondsmanager für die einzelnen Anlageklassen war das Risikomanagement der jeweiligen Fondsmanager für uns von besonderer Bedeutung. Für das Anlagesegment Aktien haben wir die Knoesel & Ronge Vermögensverwaltung mandatiert. Ihre Strategie ist es, ausschließlich in Aktien von Unternehmen zu investieren, die sich entweder schon in einer Übernahmephase befinden oder potenzielles Übernahmeziel sind und mit großer Wahrscheinlichkeit binnen der nächsten 2-3 Jahre übernommen werden. Aktien in diesen Sondersituationen reagieren marktunabhängig, so dass mit diesem Ansatz die langfristige Renditeerwartung des Aktienmarktes erreicht wird, das Verlustrisiko und die Schwankungsbreite aber deutlich reduziert sind.


 
Können Sie uns noch kurz etwas zur Benchmark und damit den Renditezielen des Fonds sagen?
Wir sind der festen Überzeugung, dass In Zeiten von Null-bzw. Negativzinsen ein realer Vermögenserhalt, also der Erhalt der Kaufkraft unter der Berücksichtigung der Inflation nur mittels Investition in Sachwerte möglich ist. Der Friedrich & Weik Wertefonds hat den realen Kapitalerhalt zum Ziel. Über einen mittel- bis langfristigen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren strebt der Fonds im Durschnitt eine Wertentwicklung an, die der deutschen Inflationsrate zuzüglich 3 % p. a. entspricht.  


 
Der Euro hat sich gefangen, die EU scheint wieder en vogue, das Wirtschaftsklima verbessert sich. Haben wir den Krisenmodus verlassen?
Absolut nicht! Das sehen wir gänzlich anders. Durch das Notenbankexperiment der EZB haben wir lediglich Zeit gewonnen, aber keine Probleme gelöst. Jeden Monat werden 60 Milliarden Euro ins System gepumpt um das ganze Geldkarussell noch am Laufen zu halten. Wir haben einen historischen Tiefzins bei null Prozent, die EZB enteignet uns so alle und macht Altersvorsorge unmöglich. Südeuropa, vor allem Griechenland, ist bankrott und der Euro funktioniert vorne und hinten nicht. In Italien mussten kürzlich erst zwei Banken gerettet werden, und weitere werden folgen. Damit wurde die Bandenunion ad absurdum geführt. Auch in Frankreich sieht es wirtschaftlich gesehen keinesfalls positiv aus. Des Weiteren ist noch keinesfalls klar, wie der Brexit gelöst wird, und wie viele Flüchtlinge dieses Jahr von Afrika nach Italien kommen werden.

Interview: Harald Rotter

 


Fonds-Steckbrief

Anteilsklasse   
R
ISIN DE000A2AQ952
Volumen 10,8 Mio. Euro
Kategorie Mischfonds/Real Assets
Art ausschüttend
Auflage 2.1.2017
Laufende Kosten 1,6 % p. a.
Erfolgsvergütung

7,5 %*

Web fw-fonds.de

* Bezieht sich auf die über die Benchmark hinausgehende Wertentwicklung (High-Water-Mark)
Stand: 11.7.2017 │ Quelle: fw-fonds.de


Zu den Personen:

Die beiden Ökonomen, Querdenker, Redner und Honorarberater Matthias Weik (re.) und Marc Friedrich schrieben 2012 gemeinsam den Bestseller “Der größte Raubzug der Geschichte – warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“. Es war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2013. In ihrem zweites Buch Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2014. Im Mai 2016 ist ihr dritter Bestseller „Kapitalfehler - Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“ erschienen. Im April 2017 ist ihr viertes Buch „Sonst knallt´s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen“ das sie gemeinsam mit Götz Werner (Gründer des Unternehmens dm-drogerie markt) geschrieben haben. Matthias Weik und Marc Friedrich sind Initiatoren von Deutschlands erstem offenem Sachwertfonds dem FRIEDRICH&WEIK WERTEFONDS. Weitere Informationen über die Autoren finden Sie unter: www.friedrich-weik.de, bei Facebook unter www.facebook.com/friedrichundweik/ und bei Twitter www.twitter.com/FRIEDRICH_WEIK.