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17. Februar 2012   Wirtschaft

Haufenweise Deutsche Mark

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Die Deutschen horten noch zehn Jahre nach Einführung des Euro-Bargeldes die „gute alte Deutsche Mark“. Nicht zuletzt die Verunsicherung durch die Euro-Schuldenkrise führt dazu, dass viele Deutschen ihre übrig gebliebene D-Mark immer noch nicht umtauschen wollen.

Wie der Bundesverband deutscher Banken mitteilt, schlummern auch heute noch beträchtliche D-Mark-Bestände in deutschen Haushalten. Von den ursprünglich ausgegebenen Münzen seien wertmäßig noch über 40 % nicht in Euro eingetauscht worden. Aufbewahrt meist in Sammlerschatullen und Münzalben liegen vor allem Fünf- und Zehn-Mark-Sondermünzen der Währung des deutschen „Wirtschaftswunders“ in deutschen Haushalten, so der Bankenverband. Von den Scheinen wurden hingegen über 97 % eingetauscht, hier steht trotzdem noch ein Betrag von etwa 6,5 Mrd. D-Mark aus.

Der Bankenverband weist darauf hin, dass die D-Mark nach wie vor kostenfrei in Euro umgetauscht werden kann: Die Filialen der Deutschen Bundesbank wechseln zum aktuellen Kurs von 1 Euro gleich 1,95583 D-Mark, der Umtausch ist dort unbegrenzt möglich. Das gilt sogar für ältere Banknotenausgaben der Bundesbank und ihrer Vorläuferin, der Bank deutscher Länder.

Doch manche alten Geldscheine sind inzwischen begehrte Sammlerstücke, für die frühen Fünf-Mark-Gedenkmünzen aus den 1950er Jahren seien Sammler laut dem Bankenverband bereit, tief in die Tasche zu greifen. Bei alten Münzen könnte es sich also durchaus lohnen, diese erst einem Fachhändler anzubieten, bevor man sie bei der Bundesbank zum Nennwert eintauscht.

Stephanie Wente, Redaktion AnlegerPlus