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3. November 2011   Verbraucher

Junge Sparer und sichere Anlage

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Das Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland ist mehr als doppelt so hoch wie vor 20 Jahren. Auch junge Menschen sparen inzwischen häufiger und höhere Beträge. Doch zurzeit verunsichert die Finanz- und Schuldenkrise die Sparer. Wie die Deutschen sparen und was sie dabei beachten sollten.

Laut einer aktuellen, repräsentativen Umfrage des deutschen Bankenverbandes legen immer mehr junge Menschen aus den verschiedensten Gründen Geld zurück. 74 % der 25 bis 29-jährigen Befragten geben an, regelmäßig zu sparen. Von den 18 bis 24-jährigen legen knapp zwei Drittel Geld zur Seite, bei den über-60-jährigen spart mit 48 % nur fast jeder Zweite. Ein Drittel der Befragten aus dieser Altersgruppe gab sogar an, gar nicht zu sparen.

Wie sparen die Deutschen?
Im Vergleich zu 2009 werden immer größere Einzelsummen zur Seite gelegt. 34 % sparen zwischen 50 und 200 Euro im Monat, 200 bis 500 Euro sparen 25 % (drei Prozentpunkte mehr als 2009) und 10 % der Befragten legen im Monat über 500 Euro auf die Seite. Das entspricht einem Anstieg von vier Prozentpunkten.
Im Vordergrund steht dabei die Sicherheit: 60 % der Befragten haben das angegeben. Mit 22 % liegt die Verfügbarkeit des Ersparten auf Platz zwei, der Wunsch nach Rendite folgt mit 15 % auf Platz drei. 30 % der Befragten legen ihr Geld fürs Alter zurück, 27 % hingegen sparen für größere Anschaffungen oder Notfälle.
Jeder zweite Deutsche nutzt noch ein Sparbuch, 49 % der Bundesbürger legen ihr Geld auf Tages- oder Festgeldkonten an. 40 % der Befragten haben einen Bausparvertrag und in Aktien- oder Investmentfonds legen 28 % ihr Geld an.

Was beim Sparen beachtet werden sollte
In Zeiten der Finanz- und Schuldenkrise rät der Bankenverband Sparern aller Altersgruppen einige Grundregeln bei der Geldanlage zu beachten, damit ihr Geld gut und vor allem sicher angelegt ist.
Grundsätzlich sollte das Vermögen breit gestreut angelegt werden. Sparer sollten niemals alles auf eine Karte setzen, egal wie vielversprechend das Angebot auch klingen mag.
Schnell verfügbar sein sollte ein „Notgroschen“, der zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto, angelegt werden kann. Alle Rücklagen darüber hinaus können, je nach Anlageziel des Sparers, längerfristig angelegt werden.
Generell sollten Anleger bei hohen Zinsangeboten Vorsicht walten lassen und die Risiken genau prüfen, denn je höher der Zins, desto höher in der Regel auch das Risiko.
Ebenfalls aufpassen sollten Sparer bei Anlagen in Fremdwährungen, da dort ein Wechselkursrisiko besteht.

Für den langfristigen Vermögensaufbau bieten Fondssparpläne gute Chancen, diese sollten auch in Krisenzeiten nicht vorschnell aufgelöst werden.
Bei Wertpapieren ist es immer wichtig, auf die Bonität des Emittenten (Schuldners) zu achten, sei es bei Unternehmen oder Staaten, wie auch die Entwicklung der Staatsschuldenkrise zeigt.
Aktien sollten Anleger mit Geld kaufen, das ihnen auch langfristig zur Verfügung steht. Mit dieser Strategie lassen sich schlechte Börsenphasen aussitzen und die Chance auf attraktive Dividendenrenditen ist höher.
Gold hingegen ist keine zinsbringende Anlage und zusätzlich kostet die Aufbewahrung Geld. Profitieren lässt sich hier nur von einem steigenden Goldpreis, doch umgekehrt können bei einem fallenden Preis auch entsprechende Verluste auftreten. Es wird empfohlen, maximal fünf bis zehn Prozent seines Vermögens in Gold anzulegen.
Abschließend gilt, dass Anleger Kapitalanlagen nicht ausschließlich unter steuerlichen Gesichtspunkten auswählen und von undurchsichtigen Finanzprodukten die Finger lassen sollten. Man sollte die Produkte, in die man sein Geld anlegen will, immer verstehen.

Stephanie Wente, Redaktion AnlegerPlus



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