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31. Oktober 2011   Börse

Keine schönen Nachrichten von der Vossloh AG

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Enttäuschende Meldungen kommen von der im MDAX notierten Vossloh AG (ISIN DE0007667107). Neben einer erneuten Umsatz- und Gewinnwarnung wurde auch bekannt, dass der als potenzieller Übernehmer gehandelte Heinz Hermann Thiele bis auf Weiteres keine Aktien zukauft.

Prognose nach unten korrigiert
Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr korrigierte das Vossloh-Management die Umsatz- und Ergebnisprognose. „Angesichts einer Reihe ungünstiger Faktoren“, wie es in einer Unternehmensmeldung heißt, erwartet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2011 nunmehr Umsätze von rund 1,2 Mrd. Euro sowie ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 90 und 100 Mio. Euro. Zuletzt wurden noch Umsatzzahlen von 1,25 Mrd. Euro und ein EBIT in Höhe von 120 bis 130 Mio. Euro kommuniziert. Ein wesentlicher Grund für die deutliche Prognosekorrektur für das Jahr 2011 sind die geringen Auslieferungen für die Ausrüstung chinesischer Hochgeschwindigkeitsstrecken, die aus aktueller Sicht nur knapp 50 Mio. Euro erreichen werden.

Thiele stockt nicht weiter auf
Neben dieser unschönen Prognoseänderung wurde mittlerweile auch noch bekannt, dass der Eigentümer der Münchener Knorr-Bremse AG, Heinz Hermann Thiele, seine Pläne zur Aufstockung seiner Vossloh-Anteile auf Eis gelegt hat. Thiele habe eine entsprechende Anmeldung beim Bundeskartellamt zurückgezogen, wie diverse Presseorgane berichten. Somit dürfte von dieser Seite keine gesteigerte Nachfrage nach Vossloh-Aktien mehr zu erwarten sein.

2012 soll besser werden
Für das Jahr 2012 verspricht das Vossloh-Management Besserung und verkündet gegenüber 2011 steigende Umsätze und auch ein steigendes Ergebnis. Auch wenn wir Vossloh für ein grundsolides Unternehmen halten und der Gesellschaft für 2012 wieder Wachstum zutrauen, drängt sich derzeit ein Engagement nicht auf. Anleger sollten das laufende Geschäftsjahr abwarten und sich erst dann wieder mit der Aktie beschäftigen, wenn der Ausblick für das nächste Jahr konkretisiert wird.

Redaktion AnlegerPlus