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11. April 2013   Börse

Ostern brachte Umsatz

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Trotz einer durch die Osterfeiertage verkürzten Handelswoche stiegen die Umsätze im Fondshandel an der Börse Hamburg deutlich an. Insgesamt handelten Anleger im März 2013 Fondsanteile im Wert von rund 84,5 Mio. Euro.

Traditionell ist die verkürzte Woche vor den Osterfeiertagen eher eine ruhige Handelswoche. An der Börse Hamburg zogen die Umsätze vor Ostern jedoch kräftig an. Insgesamt handelten Anleger im März 2013 Fondsanteile im Wert von rund 84,5 Mio. Euro – das waren etwa 8 Mio. Euro mehr als im Februar, wie die Börse Hamburg mitteilt.

Im März verzeichneten auch wieder viele offene Immobilienfonds hohe Umsätze, deren Anteilsrücknahme bereits ausgesetzt ist: Laut Börse Hamburg waren zehn der zwanzig umsatzstärksten Fonds offene Immobilienfonds. Vor allem beim CS Euroreal (WKN 980500) ist das Kauf- und Verkaufsinteresse groß gewesen – mit einem Umsatzvolumen von 8,38 Mio. Euro wurden hier erneut die meisten Anteile gehandelt.

Gesteigertes Interesse an Aktienfonds
Im März waren an der Börse Hamburg ebenfalls Aktienfonds mit unterschiedlichen Anlageschwerpunkten gefragt. Denn mit der weltweiten wirtschaftlichen Erholung wächst auch wieder das Anlegerinteresse in Aktien. Im Fokus standen an der Börse Hamburg im März vor allem Fonds, die in große deutsche Werte investieren. Im ETFlab DAX (WKN ETFL01), der den deutschen Aktienindex DAX abbildet, wurden zum Beispiel Anteile im Wert von 1,81 Mio. Euro umgesetzt. Ebenfalls stark gehandelt wurden Anteile des DWS Deutschland (WKN 849096) in Höhe von 1,32 Mio. Euro. Besonders stark waren die Umsätze mit 3,58 Mio. Euro erneut im Flossbach von Storch Multiple Opportunities (WKN A0M430) – einem Mischfonds, der einen ausgeglichenen Risiko-/Rendite-Ansatz verfolgt.

Eine Verunsicherung der Anleger im Zuge der Maßnahmen für das von der Staatspleite bedrohte Zypern war kaum zu spüren, so die Börse Hamburg. Christine Lutz von der Wertpapierhandelsbank Schnigge erklärt: „Es gibt kaum Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Zypern.“ Dennoch sei die Skepsis gegenüber der Eurozone gestiegen, was sich durch eine wachsende Zurückhaltung gegenüber Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Europa bemerkbar mache.

Top-Performer aus Japan
Im März haben sich an der Börse Hamburg vor allem Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Japan gut entwickelt. Unter den zehn Fonds mit der besten Performance sind neun Titel mit Anlageschwerpunkt auf Japan-Aktien. Vor allem Small- und Mid-Caps waren gefragt, teilt die Börse mit. Am stärksten hat der Parvest Equity Japan Small Cap (WKN 986476) mit einem Plus von mehr als 15 % zugelegt. „Hintergrund der großen Nachfrage nach solchen Werten ist die laxe Geldpolitik in Japan“, meint dazu Christine Lutz.

Auch in den USA hat die heimische Geldpolitik der Wirtschaft und dem Aktienmarkt zu neuer Stärke verholfen: Die großen Aktienindizes konnten die Kursverluste aus der Finanzkrise wieder wettmachen. Dennoch ist laut Christine Lutz Vorsicht geboten, denn der Arbeitsmarkt erholt sich noch nicht wie erhofft und auch der Korea-Konflikt bereitet den Anlegern aktuell Sorgen.

Die Verlierer im März 2013 waren an der Börse Hamburg vor allem Goldfonds, da der Goldpreis weiter sinkt. Im Vergleich zum Februar, in dem diese Fonds zum Teil zweistellige Verluste hinnehmen mussten, schwächte sich die Talfahrt allerdings ab, so die Börse Hamburg.

Stephanie Wente, Redaktion AnlegerPlus



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