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14. Juli 2014   Verbraucher

Sparkassen führend bei Sicherheit im Onlinebanking

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In Sachen Sicherheit gibt es von Bank zu Bank große Unterschiede beim Onlinebanking. Die Methoden der Kriminellen werden immer besser, allerdings können sich Verbraucher schützen, wenn einige Hinweise beherzigt werden.

Onlinebanking ist Vertrauenssache. Transaktionen online oder mit dem Mobilgerät zu erledigen, das ist zwar heute nichts Besonderes mehr. So richtig sicher fühlen sich viele Verbraucher dabei jedoch nicht. Und das mit Recht. Mit immer neuen Tricks versuchen Verbrecher, an lukrative Daten ahnungsloser Bankkunden zu kommen. Folgerichtig halten laut einer Studie des Bankenverbandes aus dem Jahr 2013 nur 46 % aller Befragten Onlinebanking für sicher – 32 % sind der Meinung, es sei nicht so sicher und 18 % vertrauen dieser Art der Kontoführung überhaupt nicht.

Umso wichtiger ist es für Verbraucher zu wissen, welche Bank die besten Sicherheitsstandards für ihre Kunden bereitstellt. Das Computermagazin CHIP verglich 13 Banken im Hinblick auf Kosten, Banking-Apps und Sicherheit und stellte fest, dass Onlinebanking im Vergleich zum letzten Jahr sogar an Sicherheit eingebüßt hat.

mTAN-Verfahren macht Banking unsicherer
Verantwortlich dafür ist das sogenannte mTAN-Verfahren, beziehungsweise die immer weitere Verbreitung dieser Methode. Dabei wird die TAN – das ist der Sicherheitscode, der für Transaktionen notwendig ist – per SMS an ein Mobilgerät verschickt. Da immer mehr Verbraucher dieses Verfahren nutzen, gelangen Smartphones dementsprechend häufiger ins Fadenkreuz von Kriminellen, die versuchen, die Sicherheitscodes abzufangen.

Problematisch wird das mTAN-Verfahren vor allem dann, wenn die Transaktion auf dem Gerät durchgeführt wird, mit dem auch der Sicherheitscode empfangen wird. Dann müssen Kriminelle nur ein Gerät anstatt zwei knacken. Etwas sicherer ist es dagegen, die Transaktion beispielsweise auf dem PC zu erledigen, während die TAN mit dem Mobilgerät empfangen wird.

Um mobile Banktransaktionen sicherer zu gestalten, entwickeln die Banken immer neue Sicherheitsstandards, mittlerweile gibt es eine ganze Reihe davon. Besonders sicher ist vor allem das manuelle chipTAN-Verfahren, bei dem ein Generator TANs errechnet, die nicht abgefangen werden können. Allerdings werden für Verbraucher einmalig etwa 10 Euro bei der Anschaffung des Geräts fällig, außerdem bieten nur vier der getesteten Banken diese Methode der Verifizierung an. Besonders anfällig für Angriffe von Kriminellen sind iTAN- und PIN/TAN-Verfahren. Doch gerade die werden von den meisten Banken angeboten.

Sparkassen führend in Sachen Sicherheit
Aufgrund des besten Angebots hatte im CHIP-Test die Postbank in der Gesamtwertung die Nase vorn, auf den weiteren Plätzen landeten die Sparkassen sowie die Deutsche Bank. Knapp führend in puncto Sicherheit sind die Sparkassen. Die Postbank folgt an zweiter Stelle vor den Volksbanken, die wiederum die Spitzenposition beim App-Angebot einnehmen. Am schlechtesten schnitten in der Kategorie Sicherheit die DAB Bank sowie die Commerzbank ab, u. a. weil die sichersten TAN-Verfahren nicht angeboten werden.

Die Methoden der Betrüger
Die beliebteste Praxis Krimineller, um an die sensiblen Bankdaten der Kunden zu kommen, ist weiterhin die Phishing-Mail. Bei dieser Methode sollen Verbraucher in die Irre geführt werden, indem der Internetauftritt ihrer Hausbank simuliert wird und sie per E-Mail aufgefordert werden, auf der fingierten Internetseite ihre relevanten Bankdaten anzugeben. Der Schutz für den Verbraucher vor dieser betrügerischen Methode ist im Prinzip simpel: „INGORIEREN und LÖSCHEN“. Denn Banken fragen sensible Kundendaten niemals per E-Mail ab. Dennoch fallen jährliche viele Bankkunden auf diese Betrugsmethode herein.

Ein anderer Weg, illegal an Bankdaten zu gelangen, sind Trojaner. Das sind Spähprogramme, die häufig unbemerkt auf die Geräte der Nutzer geladen werden und ausspionieren, wenn z. B. Passwörter eingegeben werden. Wichtig, um sich vor diesen Programmen zu schützen, ist ein verlässlicher Virenschutz, der auf dem aktuellsten Stand ist. Außerdem sollten für Banktransaktionen immer mehrere Kanäle verwendet werden, d. h. das Gerät, mit dem die Transaktion durchgeführt wird, sollte nicht identisch sein mit dem Gerät, mit dem beispielsweise die TAN empfangen wird.

Carolyn Friesl, Redaktion AnlegerPlus



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