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22. August 2017  

BHP Billiton will Altlast Schieferöl schnell loswerden

Ölförderung: BHP will weg vom Schieferöl (Foto: lalabell68, pixabay.com)pressetext.redaktion

Sydney/Frankfurt a. Main (pte012/22.08.2017/11:30) - Der australische Bergbaugigant BHP Billiton http://bhp.com will sich aus der Schieferöl-Produktion in den USA gänzlich zurückzuziehen, auch ein milliardenschweres Kali-Projekt soll auf unbestimmte eingestellt werden. BHP-Verwaltungsratsvorsitzender in spe Ken MacKenzie hat den Schritt nach einem Gespräch mit Investoren beschlossen. BHP ist auf Platz acht der Schieferöl-Förderer in den Vereinigten Staaten.

"Geschäft schlecht terminiert"

Viele der Großanleger - angeführt von Paul Singers Hedgefonds Elliott - haben sogar verlangt, der australisch-britische Konzern solle sich aus dem gesamten Ölgeschäft zurückziehen. "Der Kauf des Schiefergas-Geschäftes war schlecht terminiert, wir zahlten zu viel und das schnelle Tempo der frühen Entwicklung war nicht optimal", so MacKenzie.

"Grundsätzlich ist die gesamte Schiefer-Öl-Produktion in den letzten Jahren enorm gestiegen. Es handelt sich um einen regelrechten Boom", erklärt Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank http://commerzbank.de , im Gespräch mit pressetext. Allerdings seien die zuletzt niedrigen Ölpreise für viele Unternehmen in der Branche ein Stein im Weg. "Es ist zu erwarten, dass die Ölpreise für längere Zeit auf dem heutigen Niveau bleiben werden", schätzt Weinberg.

Bei Verkauf bis zu zehn Mrd. Dollar

BHP konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 bis Ende Juni auch dank umfassender Sparmaßnahmen trotzdem Gewinne erzielen. Experten gehen davon aus, dass der Konzern durch den Verkauf seiner Schieferöl-Werke zwischen acht und zehn Mrd. Dollar erzielen kann. Im zurückliegenden Geschäftsjahr verfünffachte der Konzern seinen bereinigten Gewinn auf 6,7 Mrd. Dollar, konnte sein Ergebnis mehr als verfünffachen senkte seine Schulden um fast zehn Mrd. Dollar. Die Dividende soll für das Gesamtjahr mit 83 Cent je Aktie fast verdreifacht werden.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Nina Setinc
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[ Quelle: http://www.pressetext.com/news/20170822012 ]

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