Amazon will New York noch nicht aufgeben

Börsenbär und Bulle

Manhattan: Amazon will weiterhin nach New York (Foto: pixabay.com, Pexels)pressetext.redaktion

New York (pte002/31.05.2019/06:05) – Online-Versandhandelsriese Amazon hat seine Pläne für ein neues, zweites Hauptquartier in New York offenbar noch nicht aufgegeben. Wie die „New York Post“ unter Verweis auf anonyme Quellen berichtet, ist der Konzern insgeheim bereits seit November dabei, Gespräche mit Immobilieneigentümern zu führen, um sich im Stadtteil Manhattan niederzulassen. Das ursprüngliche Vorhaben, einen Firmencampus in Queens zu errichten, war trotz des Versprechens von massiven Steuererlässen seitens der Stadtverwaltung am Protest von lokalen Politikern und Aktivisten gescheitert.

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Interesse an zwei Wolkenkratzern

„Nach dem geplatzten Deal der Errichtung einer Firmenzentrale in Queens ist Amazon nun zurück auf Einkaufstour in New York, um Büroflächen an der West Side von Manhattan zu kaufen“, zitiert die „Post“ eine Insiderquelle. Der Online-Händler sei auf der Suche nach mindestens 100.000 Quadratfuß (rund 9.290 Quadratmetern) oder mehr. Das Unternehmen, das bereits knapp 5.000 Arbeitnehmer im „Big Apple“ beschäftigt, habe auch schon konkretes Interesse an zwei neuen Wolkenkratzern bekundet und Gespräche mit deren Eigentümer Brookfield Properties http://brookfieldproperties.com geführt.

Dass sich Amazon in den beiden Hochhäusern – dem „One Manhatten West“, der im Herbst dieses Jahres bezugsfertig sein wird, und dem Schwesterprojekt „Two Manhattan West“, dessen Bau erst 2022 abgeschlossen sein soll – niederlassen will, wird vom Handelsriesen und Brookfield allerdings zumindest im Moment noch ausdrücklich bestritten. Den anonymen Quellen zufolge liegt das daran, dass beide Seiten ein „strenges Vertraulichkeitsabkommen“ abgeschlossen hätten.

25.000 neue Arbeitsplätze in Sicht

Die Suche des Internethändlers nach einem Standort für ein zweites Hauptquartier – das erste liegt in Seattle – hatte 2017 in den USA und Kanada ein regelrechtes Wettrennen ausgelöst. Um sich gegenüber der Konkurrenz von mehr als 130 Bewerbern durchzusetzen, griffen einige Stadtverwaltungen sogar auf besonders drastische Mittel zurück und boten dem IT-Konzern im Fall des Zuschlags riesige Landflächen an, auf denen dieser quasi seine eigene Stadt errichten könnte (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20171005003 ).

Auch im Fall von New York soll versucht worden sein, Amazon mit satten Steuererlässen in Höhe von 2,5 Mrd. Dollar (rund 2,2 Mrd. Euro), staatlichen Bauförderungen von 500 Mio. Dollar (rund 448 Mio. Euro) und der Garantie einer bevorzugten behördlichen Abwicklung zu ködern. Doch trotz des Versprechens von 25.000 neuen Jobs und gemeinnützigen Investitionen in Schulen und öffentlichen Plätzen formte sich rasch eine Protestbewegung, die schließlich im Februar dieses Jahres dazu führte, dass Amazon seine Pläne zur Ansiedlung in Queens aufgeben musste.

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Aussender: pressetext.redaktion

Ansprechpartner: Markus Steiner

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[ Quelle: http://www.pressetext.com/news/20190531002 ]

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