Die Blockchain einfach erklärt

Netzwerk Platine

Von Maximilian Schmidt, CEO der CPI Technologies GmbH

Seit 2009 entwickeln sich die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie immer weiter. Mittlerweile finden Handel, Spiele und die Speicherung vieler Daten auf Blockchains statt. Doch welche Vorteile hat die Blockchain gegenüber zentralisierten Möglichkeiten? Und welche Fortschritte der Blockchain-Technologie kann man in Zukunft erwarten?

Inhalt

  1. Wie funktioniert die Blockchain-Technologie?
  2. Wo kommt die Blockchain zum Einsatz?
  3. Vor- und Nachteile der Blockchain-Technologie
  4. Hat die Blockchain-Technologie eine Zukunft?

Obwohl es viele gute zentralisierte Möglichkeiten gibt, wird die Blockchain-Technologie immer mehr genutzt. Die Blockchain ist eine Datenbank, die aus mehreren aneinanderhängenden Blöcken besteht.

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Wie funktioniert die Blockchain-Technologie?

In chronologischer Reihenfolge werden an einen Ursprungsblock immer mehr Datenblöcke angehängt. Es entsteht so eine Kette von Blöcken, also eine Blockchain, auf der Daten gespeichert sind. Dadurch wird die Historie eines Datensatzes abgebildet. Über die Technologie kann Manipulationen entgegengewirkt werden. Denn jeder Block verweist auf den vorherigen mit einer Prüfsumme. Die Veränderung eines einzigen Datensatzes in einem vergangenen Block würde damit alle nachfolgenden ungültig machen. Somit ist maximale Datenintegrität garantiert.

Wo kommt die Blockchain zum Einsatz?

Zumeist wird die Blockchain-Technologie für finanzielle Transaktionen genutzt, z.B. zum Kauf von Kryptowährungen. Wenn man erweiterte Transaktionen dezentral abwickeln will, nutzt man meistens Smart Contracts. Das sind sichere Verträge, die wie ein Computerprogramm einen klar definierten Ablauf haben, der für alle öffentlich ersichtlich und nach Veröffentlichung unveränderbar ist. Somit können einfache und komplexe Prozesse ohne einen Mittelsmann und ohne Vertrauen gegenüber anderen Parteien abgewickelt werden. Das Vertrauen liegt im Smart Contract. Ein Beispiel: Person 1 möchte zwei Einheiten einer Kryptowährung gegen eine Einheit einer anderen Kryptowährung tauschen. Sie findet Person 2, die für diesen Tausch bereit ist, vertraut ihr aber nicht, da ihr seine Identität nicht bekannt ist. Ein Smart Contract kann nun als Treuhänder die Kryptowährungen beider Parteien verwahren und erst wenn beide den vereinbarten Part übergeben haben, wird der Tausch durchgeführt. Beide Parteien müssen also nicht befürchten, dass die andere ihren Teil der Abmachung nicht erfüllt.

Vor- und Nachteile der Blockchain-Technologie

Die Vorteile der Blockchains bestehen also zum einen darin, dass man niemandem vertrauen muss. Zum anderen bieten sie eine Fälschungssicherheit der Daten, da keine rückwirkenden Änderungen möglich sind. Außerdem weist die Technologie Interkonnektibilität auf. Durch Open Source und öffentlichen Daten auf der Blockchain können die Anwendungen im Web3 miteinander kommunizieren, ohne die Erlaubnis eines Mittelsmanns zu benötigen. Industrien, bei denen die Blockchain-Technologie Sinn machen, sind z. B. Lieferkettentracking, dezentrale Finanzen wie Börsen oder Versicherungen, Anwendungen für Digital Ownership, also der Abbildung des digitalen Eigentums.

Nachteile, die die Blockchain mit sich bringt, sind ein hoher Speicheraufwand und die teilweise langsame Geschwindigkeit der Prozesse im Vergleich zu zentralen Datenbanken. Außerdem ist es auch eine wirtschaftliche Entscheidung, welche Daten auf einer Blockchain gespeichert werden sollen, da für jeden Schreibvorgang eine Transaktionsgebühr (Gas) anfällt. Ökologische Faktoren bei bestimmten Konsensusmechanismen (Proof-Of-Work) kommen hinzu.

Hat die Blockchain-Technologie eine Zukunft?

Trotz der angesprochenen Nachteile bietet die Blockchain-Technologie eine gute Möglichkeit, wenn man Daten dezentral und transparent speichern und anbieten möchte. Es ist also stets eine Abwägungsfrage, wann eine Blockchain Sinn macht und wann nicht. Die Technologie steckt allerdings immer noch in den Kinderschuhen und ist von einer Massenadaption weit entfernt.

Zum Autor

Maximilian Schmidt ist CEO der Full-Service-Agentur CPI Technologies GmbH. Die Firma ist spezialisiert auf Software-Entwicklung in den Bereichen Blockchain, Finanzen und KI, sowie Marketing und Fundraising. https://cpitech.io/de/

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Foto oben: © geralt – Pixabay

Foto unten: © CPI Technologies GmbH

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