DIRK-Konferenz 2017 wirft Frage der Ethik auf

Börsenbär und Bulle

DIRK-Chef Kay Bommer: “Ethik ist mehr als nur eine Worthülse” (Foto: dirk.org)pressetext.redaktion

Frankfurt am Main (pte020/02.06.2017/13:30) – Zum ihrem 20. Jubiläum thematisiert die DIRK-Konferenz dieses Jahr unter dem Motto “Was sind uns Werte wert? – Investor Relations zwischen Renditestreben und ethischen Leitbildern” am 12. und 13. Juni das Spannungsfeld zwischen Legalität und Legitimität wirtschaftlichen Handelns. “Ethik am Kapitalmarkt ist mehr als eine leere Worthülse”, betont Kay Bommer, Geschäftsführer des DIRK – Deutscher Investor Relations Verband http://dirk.org , gegenüber pressetext. “Unklar ist jedoch, was genau unter Ethik zu verstehen sein soll und welche konkreten Auswirkungen dies auf Emittenten hat.” Eben diese Frage wird ein Schwerpunkt der diesjährigen Fachkonferenz.

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Preis und Wertigkeit der Ethik

“Dass auch schwer greifbare, immaterielle Werte Einfluss auf den ökonomischen Wert eines Unternehmens haben, ist nicht neu”, betont Bommer. Auch das moderne legistische Umfeld trage dazu bei, dass das Thema in der Kapitalmarktkommunikation zunehmend an Relevanz gewinne. Die “Ethik am Kapitalmarkt” ist auf der DIRK-Konferenz unter anderem Thema eines Vortrags von Henrik Pontzen, Leiter der Institutional Client Group bei HSBC Deutschland. Immerhin geht es bei der Frage des ethischen Investierens letztlich auch um gewaltige Summen.

Bommer verweist darauf, dass beispielsweise der knapp 850 Mrd. Euro schwere norwegische Staatsfond aufgrund seiner eigenen Ethik-Richtlinien auf 1,1 Prozent Rendite pro Jahr verzichtet. Denn die Norweger sehen von Investitionen in Unternehmen, die Massenvernichtungswaffen herstellen oder Menschenrechte verletzen, ab. Hierzulande fordert der Deutsche Corporate Governance Kodex neben Legalität auch ethisch fundiertes, eigenverantwortliches Handeln. Was genau das bedeutet, ist für Investoren also eine extrem wichtige Frage.

Wahrhaftigkeit statt alternative Fakten

Auch die Kommunikationskultur im Bereich der Investor Relations (IR) ist dabei ein Thema. Bommer betont, dass IR in besonderem Maße der Transparenz und der Wahrhaftigkeit verpflichtet sind. “In Zeiten, in denen selbst der Präsident der Vereinigten Staaten offenkundig Unwahres als ‘alternative Fakten’ zu verkaufen versucht, kommt der Fokussierung auf und dem Bekenntnis zu umfassender, offener Vermittlung von ‘weichen Faktoren’ ebenso wie der von ‘harten Kennzahlen’ eine besondere Bedeutung zu”, meint der DIRK-Geschäftsführer.

Auch 2017 gehen die Organisatoren wieder von einer großen Resonanz zum DIRK-Event aus: “In diesem Jahr rechnen wir mit zwischen 450 und 500 Teilnehmern”, so Bommer. Damit sollt das Networking-Event zum Jubiläum noch eine Spur größer ausfallen als im Vorjahr. Weitere Programmpunkte umfassen unter eine Podiumsdiskussion zum Zusammenwirken von IR mit Vorstand und Aufsichtsrat, sowie Vorträge zu einem breiten Themenspektrum von Online-Kommunikation bis hin zur Frage, ob der DAX auf 50 Unternehmen aufgestockt werden sollte. Wie gewohnt endet die DIRK-Konferenz mit einem Gala-Dinner und der Verleihung des “Deutschen IR-Preises 2017”. pressetext berichtet live aus Frankfurt über die Highlights.

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Aussender: pressetext.redaktion

Ansprechpartner: Thomas Pichler

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[ Quelle: http://www.pressetext.com/news/20170602020 ]

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