E-Commerce: Der Endgegner des stationären Handels

E-Commerce

Das Sprichwort „Des einen Leid ist des anderen Freud“ könnte kaum zutreffender sein als im Falle des Onlinehandels. Die Coronapandemie fungierte als Katalysator für die Branche, während der stationäre Handel seine Türen zeitweise komplett schließen musste. Diese Entwicklung spiegelte sich an der Börse wider. Die Kurse von E-Commerce-Aktien gingen während der Coronazeit teilweise durch die Decke. Nach den Kurskorrekturen im vergangenen Jahr könnten sich für Anleger hier wieder neue Einstiegschancen ergeben.

Durch Innenstädte zu schlendern, ist nicht mehr das, was es einmal war. Immer mehr Traditionsgeschäfte müssen in den Einkaufsstraßen den Filialen gesichtsloser Handelsketten weichen. Gleichzeitig stehen viele Läden bereits leer. Der imakomm-Studie „Zukunftsfeste Innenstädte“ zufolge soll der Leerstand in Innenstädten im Schnitt dauerhaft auf bis zu 15 % steigen. Kein Wunder, lag die Kundenfrequenz an 49 untersuchten Standorten doch zuletzt teilweise deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau. Als Folge setzt ein Dominoeffekt ein, denn auf Leerstand folgen meist weitere Ladenschließungen, weil der Ort für Passanten an Attraktivität einbüßt.

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Dagegen befindet sich E-Commerce auf dem Vormarsch. E-Commerce ist dabei ein weit gefasster Begriff. Im Alltagsgebrauch beschreibt es den Kauf- und Verkaufsprozess von Waren im Internet. Neben dem klassischen Endkundengeschäft (B2C) sind die gängigsten E-Commerce-Segmente B2B (Business-to-Business) und C2C (Consumer-to-Consumer).

Stark wachsender Markt

Während der weltweite Umsatz im B2C-Bereich (Business-to-Consumer) 2017 bei rund 1,23 Billionen Euro lag, soll dieser laut Digital Market Outlook bis 2025 auf 2,94 Billionen Euro steigen. Das entspricht einem Zuwachs von 139 % binnen acht Jahren.

Die Vorteile aus Konsumentensicht liegen auf der Hand, Stichwort Bequemlichkeit. Kunden können nahezu jedes Produkt ihrer Wahl zeit- und ortsunabhängig online erwerben. Insbesondere Zweiteres war im Zuge von Kontaktbeschränkungen ein nicht unwesentlicher Faktor. Aktuelle Entwicklungen, die dem E-Commerce in die Karten spielen dürften, sind die Energiekrise und Inflation. Zum einen wird die Krise beim stationären Handel durch steigende Energiepreise verschärft. Zum anderen sitzt der Geldbeutel beim Verbraucher nicht mehr so locker. In Sachen Preisvergleich hat der Onlinehandel aus diversen Kostengründen oftmals die Nase vorn und dazu ist das Konkurrenzangebot nur einen Click entfernt und dazu leicht vergleichbar.

Es gibt kaum einen Produktbereich, der nicht durch den Onlinehandel abgedeckt wird: Bekleidung, Nahrungsmittel, Möbel & Haushalt, Unterhaltungselektronik oder Drogerie & Gesundheit, um nur einige zu nennen. Aus Anlegersicht steht über alle Bereiche und Segmente hinweg eine große Menge an börsennotierten Aktiengesellschaften zur Auswahl.

Der Beitrag stammt aus den AnlegerPlus News 1/2023. Darin stellen wir folgende E-Commerce-Marktteilnehmer aus ganz verschiedenen Segmenten vor:

  • PayPal
  • Walmart
  • Zalando

Bild: Designed by macrovector / Freepik

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