Noch keine Zinswende: Fed lässt Leitzins auf hohem Niveau

Fed Leitzins Januar 2024

Wie erwartet hat die Fed entschieden, den Leitzins nicht zu verändern. Zudem dämpfte sie aber die Hoffnung auf eine baldige Senkung. Das sorgte für schlechte Stimmung an den Börsen.

Die US-Notenbank hat am Mittwoch entschieden, den Leitzins nicht zu verändern. Die Spanne von 5,25 bis 5,50 % bleibt weiterhin bestehen. Es ist die vierte Pause in Folge, seitdem die Fed den Leitzins auf den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren angehoben hatte. 

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Zinssenkung im März unwahrscheinlich

Der Markt hatte damit gerechnet, dass die Fed den Leitzins auf hohem Niveau belassen würde. Allerdings rechnen die meisten Experten damit, dass die Geldpolitik im Laufe des Jahres gelockert wird. Wie schnell das passieren wird, ist fraglich. Die Fed bekräftigte in einer Erklärung ihre abwartende Haltung. Eine Reduzierung sei erst angemessen, wenn man zuversichtlich sei, dass sich die Inflation in Richtung des 2-%-Ziels bewege. Fed-Chef Powell erklärte auf der anschließend Pressekonferenz, dass eine Senkung bereits im März unwahrscheinlich sei. Es dürfte aber angemessen sein, sie „irgendwann in diesem Jahr“ zu senken.

Ein Lichtblick ist, dass von möglichen Zinsanhebungen keine Rede mehr war. Im Dezember lag die Inflation im den Vereinigten Staaten bei 3,4 % und damit deutlich unter ihren Höchstständen im Jahr 2022. Allerdings zeigt sich auch die US-Wirtschaft weiterhin robust. Das gibt der Fed den nötigen Spielraum, die straffe Geldpolitik fortzusetzen, sollten die Umstände es erfordern. 

Fed-Entscheid lässt Kurse sinken

Die Aussicht auf länger höhere Zinsen verdarb den Anlegern an der Wall Street am Mittwochnachmittag die Laune. Nach einem soliden Start in den Handelstag drehten die großen US-Indizes ins Minus. 

Der Dow Jones verabschiedete sich mit einem Minus von 0,82 % bei 38.150 Punkten aus dem Handel. Für den S&P 500 ging es um 1,61 % nach unten. Er landete damit bei 4.845 Zählern. Der Nasdaq 100 schloss mit einem Minus von 1,94 % bei 17.137 Punkten. 

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Foto: © unsplash.com, Tommao Wang

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