Fraport zahlt trotz Rekordgewinn keine Dividende

Fraport Dividende Gewinn 2023
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Fraport hat im Geschäftsjahr 2023 einen Rekordgewinn erzielt. Auf eine Dividende müssen die Aktionäre aber weiterhin verzichten. Das kam an der Börse nicht gut an.

Der Betreiber des Frankfurter Flughafens, Fraport, hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro erzielt. Das teilte das MDAX-Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mit. Noch nie zuvor hat Fraport im Tagesgeschäft so viel verdient. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung um 17 %. 

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Fraport will keine Dividende zahlen

Wegen des wachsenden Fluggastaufkommen stieg der Umsatz 2023 um 25,2 % auf einen neuen Höchstwert von 4 Milliarden Euro (2022: 3,19 Milliarden Euro). Bereinigt um Erlöse, die im Zusammenhang mit Ausbauinvestitionen in den internationalen Konzerngesellschaften stehen, wuchs der Umsatz um 21,7 % auf 3,49 Milliarden Euro. 

Unterm Strich steht für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Gewinn von 393 Millionen Euro. Das ist rund dreimal so viel wie im Jahr zuvor. Die Aktionäre will der Konzern aber nicht am Gewinn beteiligen. Stattdessen sollen die Einnahmen zur Schuldentilgung genutzt werden. Auch für 2024 ist keine Dividendenzahlung vorgesehen. Die Börse reagierte deswegen trotz der erfreulichen Zahlen verstimmt, die Fraport-Aktie büßte 6,09 % ein. 

Passagierzahlen noch immer unter Vorpandemieniveau

Am Heimatdrehkreuz begrüßte Fraport insgesamt 59,4 Millionen Fluggäste. Das entsprach einem Plus von 21,3 % zu 2022. Das Vorpandemieniveau hat man damit aber noch nicht erreicht, 2019 nutzten 15,9 % mehr Reisende den Frankfurter Flughafen. Die internationalen Beteiligungsflughäfen entwickelten sich vielfach noch besser. Herausstachen die griechischen Airports, die mit einem Wachstum von 11,8 % gegenüber 2019 deutlich das Vorkrisenniveau überschritten haben. Auch der Flughafen im türkischen Antalya erreichte einen neuen Bestwert und legte auf 35,7 Millionen Passagiere zu.

Dass der deutsche Flughafen im internationalen Vergleich schlecht abschneidet, liege auch Dr. Stefan Schulte, dem Vorsitzenden der Fraport AG, zufolge auch an den höheren Standortkosten. Der Anteil an regulativ bedingten Abgaben und Gebühren hat sich seit 2019 verdoppelt. Mit den geplanten Erhöhungen von Luftverkehrssteuer und Luftsicherheitsgebühr verschlechtern sich die Rahmenbedingungen in Deutschland weiter, ohne dass Flughafenbetreiber Einfluss darauf haben. „Die Branche braucht eine politische Kehrtwende, um wichtige Projekte, wie die Umstellung auf einen CO2-freien Betrieb, stemmen zu können,“ sagte Schulte

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Foto: © Fraport AG

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