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28. November 2019   HV-Bericht

Auftragsbestand auf Rekordniveau

Auftragsbestand auf Rekordniveau

Nachdem die CeoTronics AG ihren Anlegern in den Vorjahren nur wenig Freude bereitete, bestehen nun berechtigte Hoffnungen auf bessere Ergebnisse. Immerhin startete die Gesellschaft mit einem Rekordauftragsbestand in das neue Geschäftsjahr 2019/20.

 

Der Vorstandsboss Thomas H. Günther machte auf der Hauptversammlung am 8.11.2019 deutlich, dass die Gesellschaft keineswegs die reine Umsatzerzielung in den Vordergrund stelle. Ganz im Gegenteil spiele beim Anbieter von Sicherheitstechnik eine gute Unternehmenskultur die entscheidende Rolle. Das Management ermutigt die Mitarbeiter zu freiwilligem oder ehrenamtlichem Einsatz bei Feuerwehren oder Vereinen. Entsprechend nimmt die Gesellschaft daraus resultierende Fehlzeiten der Mitarbeiter am Arbeitsplatz bewusst in Kauf.

Bei Lieferanten legt CeoTronics den Fokus klar auf lokale Anbieter, der Wertschöpfungsanteil von Deutschland an den Herstellungskosten liegt bei über 70 %, Forschung und Entwicklung finden komplett im Heimatmarkt statt.

Daneben hat sich das Unternehmen eine freiwillige Selbstbeschränkung verordnet, die noch über die Vorschriften des Exportkontrollgesetzes hinausgeht. Bei den Geschäften des Unternehmens spielt zudem Diskretion eine bedeutende Rolle. Aus Sicherheitsgründen verzichtet CeoTronics auf öffentliche Werbung für Produkte, die durch verdeckte Ermittler eingesetzt werden.

 

2018/19 schwächer als erwartet ...

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte CeoTronics mit Verzögerungen bei der Produktentwicklung zu kämpfen. Diese basierten auf neuartigen Technologiekombinationen und auftragsspezifischen Modifikationen. Belastend wirkten sich zudem lange Lieferzeiten für Elektronikbauteile und Änderungen oder Neuentwicklungen bei Leiterplatten aus. Weitere Verzögerungen resultierten aus der Vollauslastung von Produktionsdienstleistern über mehrere Monate.

Um dem zumindest teilweise entgegenzuwirken, wurden Vorräte deutlich ausgeweitet, was aber zu einer höheren Kapitalbindung führt. Zur besseren Handhabung dieser Herausforderungen würden die CeoTronics-Verantwortlichen Ende 2019 ein umfassendes Managementsystem installieren, kündigte Vorstand Günther an.

Vor allem aufgrund eines schwachen Jahresauftakts mit Kurzarbeit blieb CeoTronics im vergangenen Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 16,9 Mio. hinter dem Vorjahreswert und den Erwartungen zurück. Einsparungen bei den Herstellungskosten ermöglichten dem Unternehmen beim EBIT mit 0,6 Mio. Euro (Vj. −0,5 Mio. Euro) jedoch den Turnaround. Durch die erstmalige Einbeziehung passiver latenter Steuern bei der Aktivierung von Eigenleistungen musste die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2018/19 dennoch einen Verlust in Höhe von 0,3 Mio. Euro ausweisen.

 

… aber Hoffnung auf 2019/20

Mit einem Rekordauftragsbestand von 26,2 Mio. Euro startete CeoTronics in das neue Geschäftsjahr. Darauf aufbauend prognostizierte der Vorstand eine deutliche Umsatzsteigerung und Ergebnisverbesserung. Angesichts des hohen Auftragsbestands konnte er sich bis 2022/23 eine Umsatzausweitung auf 25 Mio. Euro vorstellen. Da schon fast das halbe Geschäftsjahr vorüber war, forderten die Aktionärssprecher auf der Hauptversammlung eine Konkretisierung der Prognose. Allerdings blieb Günther seiner Linie der letzten Jahre treu und ließ sich nicht zu weitergehenden Aussagen verleiten. Bei der zu erwartenden Umsatzausweitung sollte es CeoTronics jedoch gelingen, die Profitabilität ebenfalls zu steigern, was der Aktie weiteres Kurspotenzial eröffnen würde.

 

Bild von oberaichwald auf Pixabay.

Thorsten Renner, Redaktion AnlegerPlus



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