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22. Januar 2019   Gastbeitrag

Ausblick 2019: Ein neuer Zyklus beginnt

iStock 10

Das Ende der Volksparteien wird eingeläutet, der Bullenmarkt ist am Ende und die Rezession kommt. Dies sind die Prognosen der Ökonomen Matthias Weik und Marc Friedrich für das Jahr 2019.


Für dieses Jahr erwarten wir weiterhin turbulente Aktienmärkte und eine Rezession. Nach einem Aufbäumen der Märkte gehen wir tendenziell von sinkenden Kursen aus. Der längste (künstlich erzeugte) Bullenmarkt in der Geschichte ist vorbei und ein neuer Zyklus hat begonnen. Auch die starke Volatilität spricht ganz klar für einen Bärenmarkt. Zu den zehn größten Kurssprüngen kam es bislang in Bärenmärkten.

Auch wenn es statistisch gesehen eher selten ist, dass Aktienmärkte zwei Jahren in Folge einfahren (dies war der Fall in der Großen Depression, während der Ölkrise und nach dem Platzen der Internetblase), ist dieses Szenario unserer Ansicht nach trotzdem nicht unwahrscheinlich. Dafür sind die vielen tickenden Zeitbomben in der Welt verantwortlich: Trump, Handelskrieg, Shutdown, Brexit, Italien vs. EU, Europawahlen, Abschwächung der Wirtschaft, Rezession, Notenbanken etc. Die FED reduziert momentan ihre Bilanz durch Verkäufe um 50 Mrd. US-Dollar pro Monat. Gepaart mit den Zinserhöhungen reicht dies aus, um die Märkte in den Keller zu schicken. Wenn nun die Fed auf ein normales Level zurück will, was wir auf die Zeit vor Lehman definieren, dann steht der Dow Jones weit unter 20.000 Punkten und vielleicht sogar wieder unter 10.000 Punkten.

Die Zinserhöhungen in den USA haben viel Kapital aus den Märkten und aus Europa Richtung USA geleitet. Der weitere Abverkauf kann nur begrenzt werden, wenn es keine weiteren Zinserhöhungen mehr gibt, sondern Zinssenkungen und ein weiteres Anwerfen der Druckerpresse. Dies ist durchaus möglich, sobald sich die volkswirtschaftlichen Fakten verschlechtern. Wir erwarten in den nächsten Monaten eine Rezession. Das Ende des US-Dollars wird ebenfalls eingeläutet (Russland und China stoßen US-Dollar ab und kaufen Edelmetalle, aber auch andere Währungen), jedoch noch nicht 2019. Das nächste Geldsystem wird ohnehin digital sein.

 

Ein neuer Rohstoffzyklus bricht an. Wir sind für Gold und Silber sehr positiv gestimmt. Notenbanken holen sich weltweit wieder Gold ins Depot und J.P. Morgan ist inzwischen größter Besitzer von Silber. Zudem haben Edelmetalle 2018 einen Boden gefunden und sind ausgebrochen. Sie waren 2018 stabile Gewinner. Hiermit lagen wir im letzten Jahr richtig. Teilweise falsch lagen wir bei Bitcoin: Zwar haben wir die Korrektur prognostiziert, aber eine Erholung noch im selben Jahr erwartet. Unserem Kursziel bleiben wir aber trotzdem treu, nur hat sich der Zeitfaktor verschoben.

Immobilienpreise sind Verkaufspreise. Weitere starke Anstiege sind eher unwahrscheinlich. Hier sollte man Gewinne mitnehmen. Zusammenfassend sollte man in Sachwerte investieren und weiterhin breit streuen.

 

Prognosen für 2019:

  • Dax unter 10.000
  • Euro über 1,20 US-Dollar
  • Gold über 1400 US-Dollar, Silber über 18 US-Dollar

 

Wenn die Notenbanken wieder manipulieren, werden die Märkte steigen – was aber nicht heißt, dass die Krisen gelöst sind. Sie werden lediglich weiter in die Zukunft verlegt. Der Kaugummi kann maximal noch bis 2023 in die Länge gezogen werden. Nutzen Sie die Zeit und werden Sie aktiv.

 

Autoren

Die beiden Ökonomen, Querdenker, Redner und unabhängigen Honorarberater Matthias Weik und Marc Friedrich schrieben gemeinsam vier Bestseller „Der größte Raubzug der Geschichte – warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“. Es war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2013. Im Jahr 2014 „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“. 2016 „Kapitalfehler - Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“. Im April 2017 ist ihr viertes Buch „Sonst knallt‘s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen“, das sie gemeinsam mit Götz Werner (Gründer des Unternehmens dm-drogerie markt) geschrieben haben, erschienen. Weitere Informationen über die Autoren finden Sie unter: www.friedrich-weik.de

 

 

Matthias Weik und Marc Friedrich



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