23. Januar 2020   Wirtschaft

Bankkunden werden digitaler

Bankkunden werden digitaler

Eine neue Bankkunden-Typologie zeigt, wie Kunden von Banken im Jahr 2020 in einer digitalisierten Welt aussehen. Anhand einer aktuellen Umfrage hat das Marktforschungsnetzwerk YouGov sechs Kundentypen identifiziert.

 

Der Bankensektor befindet sich durch die fortschreitende Digitalisierung im stetigen Wandel. Fintechs, Direktbanken, kontaktloses Bezahlen und mobiles Banking spielen für die Verbraucher eine immer größer werdende Rolle. Bankkunden sind digitaler und experimentierfreudiger als noch vor fünf Jahren. Anhand dieser Entwicklungen wurden sechs verschiedene Bankkunden-Typen basierend auf den Einstellungen und dem Verhalten der Befragten in Bezug auf Banking und Digital-Affinität definiert.

Die größte Gruppe interhalb der Bankkunden-Typologie bilden die „Digitalen Finanzexperten“ mit 21 %. Es folgen die „Ängstlichen Onliner“ (20 %), die „Sorglosen Konsumfreudigen“ (18 %) und die „Traditionellen Finanzexperten“ (17 %). Knapp jeder siebte Bankkunde (15 %) kann als „Argwöhnischer Offliner“ bezeichnet werden, und 9 % lassen sich den „Digitalen Enthusiasten“ zuordnen.

Wo die „Sorglosen Konsumfreudigen“ zwar kreditaffin sind, aber in darüberhinausgehenden Finanzangelegenheiten eher unsicher, bezeichnen sich die „Digitalen Finanzexperten“ als sachkundig und sind sehr anlagebereit. Sie nehmen neue (digitale) Technologien an und nutzen die Möglichketen des Internets intensiv. Die „Traditionellen Finanzexperten“ hingegen haben eine geringe Digital-Affinität, sind zuversichtlich für die finanzielle Zukunft und verbleiben in klassisch konservativen Anlagestrategien. Die „Argwöhnischen Offliner“ haben ein geringes Vertrauen in den Bankensektor, sind bei Investments eher unsicher und haben eine geringe Digital-Affinität. Die Finanzexpertise der „Ängstlichen Onliner“ ist eher überschaubar. Sie nutzen gerne neue Technologien, lassen dabei jedoch den „Digitalen Enthusiasten“ den Vortritt.

Diese sind der Studie zufolge für die Banken eine besonders attraktive Zielgruppe. „Digitale Enthusiasten“ gelten als intensive Internetnutzer, finanziell zuversichtlich und gut aufgestellt – 42 % von ihnen verfügen über ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 3.000 Euro. Die Gruppe zeigt eine höhere Risikobereitschaft bei Investitionen und ist an Gewinnen und Rendite interessiert. Immerhin fast drei Viertel (73 %) der „Digitalen Enthusiasten“ sind im Besitz von Geldanlageprodukten, 72 % sind Wohneigentümer.

 

Bild von Tomisu auf Pixabay

Redaktion AnlegerPlus



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