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2. November 2021   Wirtschaft

Bargeldzahlungen nehmen ab

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Der Trend zu bargeldlosem Zahlen hält an. Selbst die Coronapandemie hat die Erlöse nur kurzfristig stagnieren lassen. Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) prognostiziert bis 2030 deutliches Wachstum im internationalen Zahlungsverkehr.

Während der Coronakrise fanden, wenig überraschend, deutlich weniger Zahlungstransaktionen statt. Doch der Anteil daran, der bargeldlos abgewickelt wurde, nahm zu. Dennoch sanken die weltweiten Erlöse aus bargeldlosen Zahlungen 2020 im Vergleich zum Vorjahr, allerdings nach Schätzungen der BCG um lediglich 2,5 % auf 1,5 Billionen US-Dollar. Die Experten hatten mit einem deutlicheren Rückgang gerechnet. Zudem habe sich der Zahlungsverkehr erstaunlich schnell von der Krise erholt.

 

Insgesamt sehen die Studienautoren die Pandemie als Beschleuniger für digitales Bezahlen. Schließlich habe sie dazu geführt, dass verstärkt online gekauft und im stationären Bereich häufiger mit Karte oder Mobiltelefon bezahlt wurde. Die BCG-Experten gehen davon aus, dass dies ein anhaltender Trend ist. Deshalb prognostizieren sie für bargeldlose Transaktionen in den kommenden Jahren ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 7,3 %.

Dieser Prognose zufolge würden die Erlöse, die sich aus Einnahmen von Transaktionen im Zahlungsverkehr, Gebühren und Zinserträgen bei Girokonten sowie ausgegebenen Kreditkarten zusammensetzen, bis 2025 auf 2,1 Billionen US-Dollar weltweit steigen. In der zweiten Hälfte des Jahrzehnts dürfte sich das Wachstum BCG zufolge nur leicht auf 6,4 % jährlich abschwächen. Für 2030 erwarten die Studienautoren, dass sich die Erlöse aus dem bargeldlosen Zahlungsverkehr bis dahin auf 2,9 Billionen US-Dollar binnen zehn Jahren fast verdoppelt haben werden.

 

In Deutschland spielt Bargeld traditionell immer noch eine große Rolle. Doch auch hierzulande sieht BCG das digitale Bezahlen auf dem Vormarsch. Im Jahr 2020 haben Deutsche demzufolge durchschnittlich 245 Einkäufe pro Kopf bargeldlos bezahlt, 8 % mehr als im Vorjahr. Bis 2025 dürfte dieser Wert den BCG-Experten zufolge um 39 % auf 342 digitale Transaktionen pro Kopf steigen.

Für Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche bietet der Trend zum bargeldlosen Zahlen Chancen, aber auch Herausforderungen.

 

Redaktion AnlegerPlus

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay