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24. September 2019   Investment

Bijou Brigitte: Dividendenstarker Nebenwert

Bijou Chart

Vor einigen Jahren hatten wir die Aktie der Hamburger Bijou Brigitte AG schon einmal vorgestellt, damals zu Kursen um 52 Euro. Später ist die Aktie dann unter das zwischenzeitlich angehobene Stop-Loss-Limit von 46 Euro gefallen. Heute notiert das Papier bei unter 40 Euro, obwohl sich das Geschäft gut entwickelt und das Unternehmen eine sehr attraktive Dividende ausschüttet.

 

Europaweit vertretener Modeschmuckfilialist

In beinahe jeder größeren deutschen Stadt findet man in zentraler Lage einen Laden mit der Aufschrift „Bijou Brigitte“. Insgesamt gibt es europaweit 1.043 Filialen der Modekette (Stand Juni 2019). Das Sortiment umfasst rund 10.000 Artikel und erstreckt sich von Mode- und Exklusivschmuck über modische Accessoires bis hin zu Herren- und Kinderschmuck. Dabei konzentriert sich Bijou Brigitte auf eine modebewusste Zielgruppe mit vor allem weiblichen Kunden. Das Unternehmen ist unter anderem in Belgien, Bulgarien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien und Italien vertreten, wobei deutschen Filialen 2018 rund 42,8 % des gesamten Standortnetzes ausmachten.

 

Dass es stationäre Einzelhändler in Zeiten des Onlinehandels nicht leicht haben, Umsatzsteigerungen zu erzielen, lässt sich an den Geschäftszahlen des Bijou-Brigitte-Konzerns ablesen. Der Konzernumsatz ist zwischen 2014 und 2018 von 335 Mio. Euro auf zuletzt 322 Mio. Euro gefallen, und das bei steigenden Personalkosten. Kein Wunder also, dass der Konzernüberschuss im selben Zeitraum von 26,3 Mio. Euro auf 21,5 Mio. Euro abgenommen hat.

Doch der Vorstand, der vom Sohn des Firmengründers und Mehrheitsaktionärs Roland Werner geleitet wird, steuert dagegen. Inzwischen ist auf der Bijou-Brigitte-Webseite ein Onlineshop verfügbar und das Unternehmen vertreibt ausgewählte Artikel über Concession-Partner in deutschen und ausländischen Warenhäusern.

 

Halbjahreszahlen überzeugen

Diese modifizierte Ausrichtung zeigt Wirkung. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2019 stieg der Konzernumsatz im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 um 2,5 % auf 145,6 Mio. Euro an, das Konzernergebnis vor Ertragsteuern betrug 6,6 Mio. Euro und damit 0,4 Mio. Euro mehr als im ersten Halbjahr 2018.

 

Bilanziell steht das Unternehmen ebenfalls sehr gut da. Der Konzern hat keine Darlehen bei Banken oder anderen Kreditinstituten, dafür lagen die liquiden Mittel Ende Juni bei 116,7 Mio. Euro. Das sind etwa 20 Mio. Euro weniger als zum Jahresende 2018, doch zwischenzeitlich wurde eine Dividende von 3 Euro je Aktie oder insgesamt 23,35 Mio. Euro ausgeschüttet.

Für das Gesamtjahr 2019 rechnet der Vorstand mit einem Umsatz zwischen 320 und 330 Mio. Euro bei einem Konzernergebnis vor Ertragsteuern zwischen 20 und 30 Mio. Euro.

 

Aktienrückkäufe stützen

Insgesamt hat das Unternehmen 8,1 Millionen Aktien ausstehen. Durch frühere und ein derzeit laufendes Aktienrückkaufprogramm verfügt Bijou Brigitte aktuell über 332.650 eigene Aktien, sodass sich der Börsenwert der Gesellschaft beim aktuellen Kurs von gut 39 Euro auf über 300 Mio. Euro beläuft. Das KGV für 2020 erwarten die Analysten bei 15,8.

Wir halten die Bijou-Brigitte-Aktie bei Kursen um 40 Euro für ein interessantes Investment. Das Unternehmen ist schuldenfrei, erwirtschaftet konstant positive Erträge und schüttet seit vielen Jahren durchgehend eine Dividende von 3 Euro je Aktie aus. Auf Basis des aktuellen Aktienkurses errechnet sich daraus eine Dividendenrendite von sage und schreibe 7,9 %. 

Das mittelfristige Kursziel siedeln wir bei 50 Euro an, ein Stop-Loss-Limit sollte bei 32 Euro platziert werden.

Redaktion AnlegerPlus



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