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30. Dezember 2014   Verbraucher

Das ändert sich im Jahr 2015 – Sozialversicherung

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Der 1. Januar ist ein beliebter Stichtag für Gesetzesänderungen und andere Neuerungen. Wir geben Ihnen in unserer Serie „Das ändert sich 2015“ einen Überblick, welche Veränderungen es für Sie im nächsten Jahr gibt. Im zweiten Teil unserer Serie beschäftigen wir uns mit dem Thema Sozialversicherung.

Renten- und Arbeitslosenversicherung
In den alten Bundesländern steigt die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung ab Januar 2015 um 100 Euro. Damit liegt der beitragspflichtige Höchstbetrag bei 6.050 Euro im Monat, pro Jahr liegt die Grenze bei 72.600 Euro. In den neuen Bundesländern wird die Grenze um 200 Euro auf 5.200 Euro monatlich angehoben, das sind 62.400 Euro im Jahr.
Dafür sinkt der allgemeine Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung von 18,9 auf 18,7 %.

Krankenversicherung
Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) steigt bundesweit von 4.050 Euro auf monatlich 4.124 Euro. Das entspricht einem Jahresbruttoeinkommen von 49.500 Euro, eine Unterscheidung zwischen alten und neuen Bundesländern gibt es hier nicht.

Als Ausgleich dafür sinkt ab Januar der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung von 15,5 auf 14,6 %. Die Absenkung des Beitragssatzes erfolgt komplett zugunsten der Arbeitnehmer, der Arbeitgeberanteil beträgt nämlich weiterhin 7,3 %. Ab kommendem Jahr dürfen Krankenkassen allerdings einen Zusatzbeitrag einfordern, was einige Krankenkassen bereits angekündigt haben. Der Beitrag könnte nach Experteneinschätzungen zwischen 0,3 bis 0,9 % vom beitragspflichtigen Einkommen liegen.

Die betriebliche Altersvorsorge bietet Arbeitnehmern übrigens die Möglichkeit, Sozialbeiträge zu sparen. Bis zu 4 % der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze bleiben von Sozialabgaben verschont, wenn der entsprechende Anteil des Arbeitsentgeltes in die betriebliche Altersvorsorge gesteckt wird. Das entspricht im nächsten Jahr 2.904 Euro. Der Staat beteiligt sich bei Gutverdienern zu mehr als 50 % am Vorsorgeaufwand.

Versicherungspflichtgrenze

Ab 2015 erhöht sich die Grenze, bis zu der sich Beschäftigte gesetzlich versichern müssen, von monatlich 4.462,50 Euro auf 4.575 Euro. Die Versicherungspflichtgrenze entspricht einem Jahresbrutto von 54.900 Euro. Wer in diesem und im nächsten Jahr Einkünfte über der Beitragsbemessungsgrenze erzielt, der kann unter Beachtung bestimmter Kündigungsfristen in eine private Krankenkasse wechseln.

Pflegeversicherung

Der Beitrag für die gesetzliche Pflegeversicherung steigt ab 2015 um 0,3 Prozentpunkte. Versicherte berappen dann 2,35 %, Kinderlose, die älter als 23 sind, bezahlen 2,6 %. Anders sieht es in Sachsen aus: dort werden die Beträge nicht zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen; Arbeitnehmer in Sachsen zahlen 1,675 % des Einkommens, Kinderlose über 23 Jahre 1,925 % in die gesetzliche Pflegeversicherung ein.

Familienversicherung
Wenn das Einkommen von Ehepartnern und Kindern bestimmte Beitragsgrenzen nicht überschreitet, sind sie in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung mitversichert. Ab Januar steigt die monatliche Verdienstgrenze um 10 Euro pro Monat auf 405 Euro. Bei geringfügiger Beschäftigung darf das Einkommen die Minijobgrenze von 450 Euro monatlich nicht übersteigen. Nur zwei Mal im Jahr darf das Einkommen über der Grenze von 395 bzw. 450 Euro liegen, damit die beitragsfreie Familienversicherung bestehen bleibt. Ist das Einkommen dauerhaft höher, muss sich der Ehepartner bzw. das Kind selbst versichern.

Redaktion AnlegerPlus. Quelle: Postbank. Ohne Gewähr!



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