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26. Dezember 2014   Verbraucher

Das ändert sich im Jahr 2015 - Steuern und Beschäftigung

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Der 1. Januar ist ein beliebter Stichtag für Gesetzesänderungen und andere Neuerungen. Wir geben Ihnen in unserer Serie „Das ändert sich 2015“ einen Überblick, welche Neuerungen es für Sie im nächsten Jahr gibt. Im ersten Teil unserer Serie beschäftigen wir uns mit den Themen Steuern, Entlohnung und Beschäftigung.

Höhere Grunderwerbsteuer

Erneut wird die Grunderwerbssteuer in Nordrhein-Westfalen und dem Saarland angehoben. Ab dem 1.1.2015 wird beim Immobilienkauf in diesen beiden Bundesländern Grunderwerbssteuer von 6,5 % fällig. Nur, wer sich schnell entscheidet und noch in diesem Jahr den Kaufvertrag unterschreibt, kann die Steuererhöhung umgehen.

Steuerbonus für energieeffiziente Umbauten

Erst vor Kurzem stellte die Bundesregierung das neue Klimaschutzpaket vor, mit dem 40 % CO2 eingespart werden sollen. Einen Beitrag dazu soll das klimagerechte Dämmen und Sanieren von Gebäuden leisten. Immobilienbesitzer werden daher ab nächstem Jahr mindestens 10 % der Sanierungskosten über zehn Jahre von der Steuer abziehen können. Details stehen noch nicht fest.

Verschärfte Selbstanzeige
Die Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung stand im Jahr 2014 durch prominente Beispiele einige Male im Rampenlicht. Ab 2015 wird es für reuige Steuersünder allerdings ungemütlicher. Die Grenze, bis zu der Steuerhinterziehung ohne Bußgeld straffrei bleibt, liegt dann nur noch bei 25.000 Euro, bisher lag die Grenze bei 50.000 Euro. Bei Beträgen, die darüber hinausgehen, werden Strafzuschläge fällig. So werden ab Januar 2015 bis zu einem Hinterziehungsbetrag 10 % Strafzuschlag fällig, bei 100.000 Euro sind es 15 % und ab 1 Mio. Euro steigt der Zuschlag auf 20 %. Steuersünder, die Strafzuschläge bezahlen müssen, gelten dann aber weiterhin nicht als vorbestraft.

Einlagensicherung verbessert

Nicht mehr 100.000 Euro, sondern schutzwürdige Spareinlagen bis zu 500.000 Euro je Sparer und Bank sind ab Juli 2015 gesetzlich gesichert. Unter schutzwürdigen Spareinlagen versteht der Gesetzgeber beispielsweise Geld aus dem Verkauf einer Immobilie oder einer betrieblichen Abfindung. Allerdings gilt der höhere Schutzmantel nur für sechs Monate.
Darüber hinaus sollen gesicherte Einlagen in Zukunft bereits binnen sieben Tagen an Sparer ausgezahlt werden im Fall einer Bankenpleite. Bislang hatte die Einlagensicherung dazu 20 Tage Zeit.

Mindestlohn
Ab Januar 2015 gibt es einen bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn. Mit 8,50 Euro pro Stunde müssen Beschäftigte aller Branchen mindestens entlohnt werden. Ab 2017 soll der Mindestlohn alle zwei Jahre neu angepasst werden.
Allerdings gibt es auch Ausnahmen, beispielsweise für Kinder und Jugendliche, Langzeitarbeitslose, ehrenamtlich Tätige sowie teilweise Praktikanten. Doch auch wenn weniger als der Mindestlohn bezahlt wird, werden Sozialabgaben in Höhe des Mindestlohns fällig.

Kurzfristige Beschäftigung
Ebenfalls im Mindestlohngesetz ist geregelt, dass Aushilfskräfte wie Saisonarbeiter, Erntehelfer oder Ferienjobber ab 2015 bis zu drei Monaten oder 70 Tagen im Jahr arbeiten dürfen, ohne Sozialabgaben bezahlen zu müssen. Bislang war das nur bis zu zwei Monaten oder 50 Tagen möglich. Die Regelung ist zunächst auf drei Jahre beschränkt.

Redaktion AnlegerPlus, Quelle: Postbank. Ohne Gewähr!



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