27. Juli 2020   Wirtschaft

Deutsche fühlen sich trotz Krise weiterhin wohlhabend

Deutsche fhlen sich trotz Krise

Die Coronakrise beeinträchtigt den gefühlten Wohlstand der Deutschen nur geringfügig. Das ist das Ergebnis der aktuellen Juni-Erhebung des „Nationalen WohlstandsIndex für Deutschland“ (NAWI-D).

Den NAWI-D erhebt das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos seit 2012 vierteljährlich zusammen mit dem Zukunftsforscher Professor Dr. Horst Opaschowski. Mehr als jeder zweite Bundesbürger ab 14 Jahren stuft seinen Wohlstand demzufolge derzeit als hoch ein, etwa jeder siebte Befragte empfindet ihn als niedrig.

Bei der Messung des subjektiv empfundenen Wohlstandes berücksichtigt der NAWI-D 30 verschiedene Faktoren, die für das Wohlergehen der Menschen wichtig sind. Diese lassen sich wiederum in die vier Kategorien ökonomischer, gesellschaftlicher, individueller und ökologischer Wohlstand unterteilen.

Nachdem der NAWI-D Anfang März dieses Jahres noch die höchsten bisher gemessenen Zufriedenheitswerte ermittelt hat, stufen die Deutschen ihre Zufriedenheit mit dem für sich Erreichten inzwischen wieder etwas schlechter ein. Sowohl ökonomische Faktoren wie die Sicherheit des eigenen Einkommens, gesellschaftliche Faktoren wie der soziale Frieden, als auch individuelle Faktoren wie die eigene Gesundheit, werden im Durchschnitt etwas schlechter bewertet als unmittelbar vor dem Ausbruch der Pandemie.

Trotz – oder wegen – der Coronakrise verzeichnet die aktuelle Messung in der Kategorie ökologischer Wohlstand einen neuen Allzeithöchststand (34,6 %). Die Ökologie wurde von den Deutschen allerdings bislang nicht so stark mit dem eigenen Wohlergehen in Verbindung gebracht wie wirtschaftliche, soziale und persönliche Faktoren, auch wenn die Umwelt und umweltbewusstes Verhalten mehr und mehr (und durch Corona noch einmal verstärkt) zum eigenen Wohlbefinden beiträgt.

Fasst man alle Wohlstandsfaktoren zusammen und berücksichtigt dabei noch deren unterschiedliche Bedeutung für den gefühlten Wohlstand, dann stuft mehr als jeder zweite Deutsche (52,0 %) seinen Wohlstand momentan als hoch ein. Das entspricht einem Minus von 2,6 Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Messung im März (54,6 %). Für knapp jeden dritten Befragten (33,9 %) liegt der eigene Wohlstand momentan auf einem mittleren und für etwa jeden Siebten (14,1 %) auf einem niedrigen Niveau (+1,4 % seit Dezember 2019).

 

Bild von Jasmin777 auf Pixabay.

Redaktion AnlegerPlus



Diese Website verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung dieser Website, akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung und die Verwendung von Cookies und um Ihnen spezielle Services und personalisierte Inhalte bereitzustellen. Weiteres erfahren Sie unter der Rubrik Datenschutz.

X schließen