728x90leaderboard.2020

22. Oktober 2020   Wirtschaft

Deutsche Wirtschaft sieht sich für die Zukunft gerüstet

Future

Die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft steigt. Eine Mehrheit von 60 % der Unternehmen sieht den kommenden fünf Jahren zuversichtlich entgegen, so ein zentrales Ergebnis des Future Readiness Index 2020 von KPMG. Im Vergleich zum Vorjahr steigt der Optimismus sogar um zwei Prozentpunkte – trotz der globalen Auswirkungen der anhaltenden Covid-19-Pandemie und der wirtschaftlichen Unsicherheiten infolge des Brexits sowie schwelender Handelskonflikte.


Für die dritte Auflage der Studie wurden Mitte April bis Anfang Juni 2020 – inmitten des ersten Lockdowns – Top-Entscheider wie CEOs, Vorstände oder Strategie-Leiter aus zwölf Schlüsselbranchen interviewt.

„Der allgemein hohe Optimismus nach der ersten Lockdown-Phase lässt vermuten, dass dieser vielen deutschen Unternehmen vor Augen geführt hat, wie resilient sie sind, weshalb sie mittelfristig umso zuversichtlicher in die Zukunft blicken“, sagt Mattias Schmelzer, CMO und Mitglied des Vorstands von KPMG in Deutschland.

Zudem wirke die Pandemie für viele Unternehmen als Beschleuniger von Veränderungsprozessen: Insbesondere die Flexibilisierung von Arbeitsbedingungen und Arbeitszeitmodellen hat nun höchste Priorität auf der Management-Agenda. Die digitale Transformation nimmt ebenfalls weiter an Fahrt auf und wird laut Studie zum zweitwichtigsten Investitionsschwerpunkt der Unternehmen. „Die anhaltende Krise macht sehr deutlich: Je digitaler ein Unternehmen aufgestellt ist, desto robuster ist es tendenziell gegenüber äußeren Ereignissen“, erklärt Schmelzer.

 

Die Ergebnisse des Future Readiness Index 2020 zeigen, dass die deutschen Unternehmen geopolitische Themen in diesem Jahr als deutlich relevanter einschätzen. Für 49 % haben Investitionen in die Anpassung an internationale Konflikte und Krisen nun hohe oder höchste Priorität. Noch im vergangenen Jahr waren nur 13 % dieser Meinung. Investments, um sich an weltwirtschaftliche Veränderungen anpassen zu können, gewinnen ebenfalls stärker an Bedeutung und steigen von 18 auf 31 % Zustimmung.

Die drei größten Herausforderungen sind für die Unternehmen dieselben wie in den Vorjahren: die Veränderung der Kundenbedürfnisse, der demografische Wandel und die steigende Bedeutung von Nachhaltigkeit.

Gleichzeitig erscheinen Investitionen dringlicher als im Vorjahr. Den Schwerpunkt legen Unternehmen dabei weiterhin auf Wachstumsaspekte, insbesondere auf die Bedienung von Kundenbedürfnissen. Doch Effizienz- und Risikomanagement-Aspekte werden ebenso wichtiger, etwa Maßnahmen zur Stabilisierung sowie Verbesserung der Finanzlage und die Anpassung an internationale Krisen.

Eine ausführliche Zusammenfassung des Future Readiness Index 2020 kann hier heruntergeladen werden.

 

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Redaktion AnlegerPlus



Diese Website verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung dieser Website, akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung und die Verwendung von Cookies und um Ihnen spezielle Services und personalisierte Inhalte bereitzustellen. Weiteres erfahren Sie unter der Rubrik Datenschutz.

X schließen