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25. März 2021   Wirtschaft

Digitales Banking wächst schneller

Digital Banking unsplash

Digitales Banking hat durch die Coronapandemie einen zusätzlichen Schub erhalten. Einer Studie von ING Deutschland und Barkow Consulting zufolge haben im vergangenen Jahr 3 Millionen Deutsche mehr als 2019 ihre Bankgeschäfte über das Internet sowie eine Banking-App getätigt.

 

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Wachstum digitalen Bankings 2020 fast verdoppelt. Insgesamt wuchs die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer auf 46,8 Millionen. Die Nutzungsrate stieg im Vorjahresvergleich um vier Prozentpunkte auf 65 %. Im europäischen Gesamtvergleich landet Deutschland damit jedoch nur noch auf Rang 15. 2007 war es immerhin noch der siebte Platz.

Beim Spitzenreiter Dänemark betrug die Nutzung 2020 bereits 94 % und damit um 29 Prozentpunkte höher als hierzulande. Unterstellt man für Deutschland dieselbe Nutzungsrate, ergibt sich ein zusätzliches Potenzial von 20,8 Millionen Menschen.

 

Einkommen, Bildung und Alter entscheidend

Die Beliebtheit von filiallosem Banking steigt mit dem Einkommen: Während Haushalte mit niedrigerem Einkommen digitales Banking nur zu 49 % nutzen, steigt dieser Wert mit höherem Einkommen bis auf 77 % an.

Der Aspekt der finanziellen Bildung ist ebenfalls von zentraler Bedeutung. Haushalte mit einem eher niedrigen Bildungsabschluss tätigen Bankgeschäfte online und über App lediglich zu 42 %, während höher gebildete Haushalte mit 83 % auf eine fast doppelt so hohe Nutzungsrate kommen.

Die Analyse entlang der Altersstruktur ergibt ein differenziertes Bild. Die niedrigste Nutzungsrate findet sich mit lediglich 39 % bei den über 65-Jährigen. Dabei nutzen wesentlich mehr Personen dieser Altersgruppe das Internet: Laut Statistischem Bundesamt lag der Anteil der Internet-Nutzerinnen und Nutzer im Jahr 2020 bei den über 65-Jährigen bei immerhin 69 %. Auch ein Vergleich mit dem Höchstwert des EU-Spitzenreiters im digitalen Banking offenbart erhebliche Unterschiede: In Dänemark liegt der Anteil bei den über 65-Jährigen bei 86 % – also 47 Prozentpunkte mehr als in Deutschland.

 

Redaktion AnlegerPlus

Foto von Austin Distel auf Unplash