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21. Dezember 2018   Magazin

Edis im Kreuzfeuer der Kritik

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Einen Schwerpunkt unserer diesjährigen Jahressonderausgabe AnlegerLand, die am 22. Dezember erscheint, bildet der geplante EU-Einlagensicherungsfonds, kurz Edis. Das Vorhaben, die Einlagen aller europäischen Kreditinstitute in einem gemeinsamen Einlagensicherungssystem abzusichern, stößt in der Fachwelt durchaus auf Widerstand, so auch bei unseren Standpunktautoren. Guter Dinge auf nationaler Ebene zeigt sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Die deutsche Wirtschaft befinde sich „in guter Verfassung“, ist er überzeugt.

 

Im Interview mit AnlegerPlus nimmt Bundeswirtschaftsminister Altmaier zu aktuellen Themen Stellung: Europa, Elektromobilität, künstliche Intelligenz und die Gründungskultur in Deutschland. Den Start-ups verspricht der Wirtschaftsminister weniger Bürokratie und mehr staatliche Wagniskapitalfinanzierung, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken.

 

Ob eine supranationale Einlagensicherung auf EU-Ebene in der derzeit diskutierten Form gut für deutsche Sparer ist, ist bei den von AnlegerPlus befragten Experten fraglich. Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, empfiehlt ein anreizorientiertes und EU-weites gemeinsames Rückversicherungssystem, das erst dann greift, wenn die nationalen Systeme ausgeschöpft sind. Für den stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Christian Dürr, geht Edis gar komplett in die falsche Richtung. Er skizziert in AnlegerLand eine europäische Einlagensicherung auf marktwirtschaftlicher Basis.

Aus Sicht von Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, würde eine vergemeinschaftete Einlagensicherung neue Ansteckungsgefahren schaffen. Der beste Sparerschutz sei es, wenn jedes europäische Land seiner Verantwortung gerecht werde. Prof. Dr. Roland Vaubel gehörte bereits im Mai 2018 zu einer Gruppe von 154 Wirtschaftsprofessoren, die vor Edis warnten. Warum dadurch Anreize für wirtschaftliches Fehlverhalten gesetzt würden, erläutert Vaubel in seinem Beitrag für AnlegerLand.

 

Aus Anlegersicht zeigten auch die meisten Aktien 2018 ein Fehlverhalten, indem sie teils kräftige Kursverluste hinnehmen mussten. Für Börsengänge in Deutschland war es, gemessen an der Anzahl der IPOs, allerdings ein gutes Jahr. Doch die meisten Kapitalmarktneulinge konnten sich nach ihrer Erstnotierung dem allgemeinen Kursrückgang nicht entziehen, wie ein Überblick zeigt. Für wichtige Aktienindizes ging es weltweit 2018 ebenfalls fast ausschließlich bergab. Der deutsche DAX und der Schweizer SMI hatten in diesem Jahr dennoch Grund zum Feiern: Beide Länderindizes sind 30 Jahre alt geworden. AnlegerLand legt deshalb ein besonderes Augenmerk auf DAX und SMI, wobei ETFs auf deutsche und Schweizer Blue Chips natürlich nicht fehlen dürfen.

 

Als Abschluss einer Reihe über börsennotierte Familienunternehmen zeigt AnlegerLand, wie man über Fonds und ETFs an der Wertentwicklung von Weltkonzernen wie Henkel, aber auch mittelständischen Unternehmen wie Rosenbauer teilhaben kann. In der Reihe unserer CEO-Interviews unter dem Motto „Macher und Mensch“ steht diesmal der Chef des Triebwerksherstellers MTU Aero Engines, Reiner Winkler, Rede und Antwort. Und natürlich darf der Rückblick auf unsere Qualitätsaktien und wikifolios ebenso wenig fehlen.

 

Zu guter Letzt ist auch in diesem Jahr das Schwarzbuch Börse der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V fester Bestandteil der AnlegerLand-Ausgabe. Auf 37 Seiten informieren die Anlegerschützer über große und kleine Skandale an den Kapitalmärkten des Jahres 2018. Diesel-Gate ist da nur ein Stichwort. Sind Sie neugierig auf schockierende Börsenskandale, spannende Investmentthemen und kompetente Expertenmeinungen? Dann können Sie AnlegerLand mit dem großen Anleger-Guide und den Investorenterminen 2019 für 4,50 Euro unter anlegerland.de bestellen oder im gutsortierten Bahnhofskiosk käuflich erwerben.

Redaktion AnlegerPlus



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