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21. September 2018   HV-BERICHT

Endor gibt Gas

CSL Elite Wheel Base12

Der Anbieter von High-End-Lenkrädern und Controllern für Spielekonsolen und PCs liegt gut im Rennen und will nun auf die Überholspur wechseln. Das Landshuter Unternehmen soll auf ein ganz neues Niveau gehoben werden.

Im Geschäftsjahr 2017 sprang der Umsatz der Endor AG (ISIN DE0005491666) um 67 % auf 18,4 Mio. Euro (Vj. 11,0 Mio. Euro) nach oben. Wie auf der Hauptversammlung am 24. August in Landshut bekannt gegeben wurde, stiegen der Materialaufwand und die Personalkosten ebenfalls deutlich an. Gute Vertriebsleute, Entwickler und Projektmanager wollen bezahlt werden und die Beteiligung der Mitarbeiter am Erfolg macht Sinn, um das Know-how im Unternehmen zu halten. Außerdem ergab sich eine Sonderbelastung von 0,4 Mio. Euro durch die Insolvenz einer chinesischen Firma, die für Endor produzierte. Dennoch stieg der Jahresüberschuss überproportional zum Umsatz um 77 % auf 1,5 Mio. Euro (Vj. 0,9 Mio. Euro). Der Gewinn je Aktie betrug 0,83 Euro (Vj. 0,47 Euro).

Wachstum im Fokus

Das Konzerneigenkapital stieg deutlich auf 4,0 Mio. Euro (Vj. 2,4 Mio. Euro). Trotz der Ausweitung der Bilanzsumme auf 9,7 Mio. Euro (Vj. 6,5 Mio. Euro) verbesserte sich die Eigenkapitalquote auf 41 % (Vj. 37 %). Dividendenzahlungen sind vorerst dennoch nicht vorgesehen. Erst einmal stehen das weitere Wachstum und damit verbunden die Warenfinanzierung im Vordergrund. Ein Problem kann der Vorstandsvorsitzende Thomas Jackermeier darin nicht erkennen. Das Unternehmen verfügt über Kreditlinien, zusätzlich gibt es private Darlehensgeber und überdies wächst das Eigenkapital Jahr für Jahr, solange die Gewinne thesauriert werden. Eine Kapitalerhöhung ist nicht geplant. Vorstand und Aufsichtsrat sind bereits in größerem Umfang investiert und wollen sich auf dem aktuellen Kursniveau ungern verwässern lassen.

Produkte technologisch führend

Mit massiven Investitionen in die Produktentwicklung will der Vorstand die Bekanntheit der Konzernmarke „Fanatec“ weiter erhöhen und den Führungsanspruch im Bereich des hochwertigen Rennsimulationszubehörs untermauern. Insbesondere in diesem Bereich kann die Marktposition von Endor nach Überzeugung von Jackermeier nicht mehr so leicht angegriffen werden. Technologisch sind die Produkte führend. Auf der HV präsentierte er die neue Direct Drive Wheel Base, in deren Entwicklung mehr als drei Jahre Entwicklungszeit investiert wurde und mit der der Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb weiter ausgebaut wurde. Insgesamt umfasst das Portfolio inzwischen drei Serien mit insgesamt mehr als 40 kompatiblen Produkten.

Lizenzvertrag mit Formel 1

Ebenso wächst die Zahl der Lizenzpartner. Vereinbarungen gibt es neben Sony und Microsoft mit namhaften Automobilherstellern wie BMW, Porsche, McLaren und Bentley. Enorme Aufmerksamkeit brachte im Juli die Meldung über den Abschluss eines Lizenzvertrages mit der Formel 1. Künftig wird Endor bei jedem Rennen vertreten sein und die Fahrer werden Fanatec-Produkte vorstellen. Zusätzlich sollen die Aktivitäten über Social-Media-Kanäle beworben und der Bereich E-Sports stärker angegangen werden. Der Deal mit der Formel 1 war, wie der Vorstandsvorsitzende Jackermeier auf der HV einräumte, nicht günstig. Gleichwohl ist er überzeugt, dass sich das Geschäft auch über den Marketingeffekt hinaus rechnet. Das Standing von Endor in der Branche hat sich bereits erheblich verbessert.

Umsatz und Gewinn sollen vervielfacht werden

Die weiteren Perspektiven beurteilt der Vorstand sehr optimistisch. Der Umsatz soll zeitnah auf 30 Mio. Euro verdoppelt und auf Sicht von fünf bis zehn Jahren sogar auf 50 bis 100 Mio. Euro ausgeweitet werden. Der Gewinn soll eher noch überproportional zulegen, das Unternehmen also auf ein ganz neues Niveau gehoben werden. Gehen diese Pläne auf, dürfte sich der Aufwärtstrend der Aktie noch verstärken. Beim aktuellen Kurs von 17,30 Euro liegt das KGV auf Basis des 2017er-Ergebnisses bei nicht allzu hohen 20. Und in den kommenden Jahren würde der Gewinn der Planung nach rasant zulegen. Da erscheint ein Investment sehr reizvoll. Der angedachte Wechsel der Notierung vom einfachen Freiverkehr in den gehobenen Freiverkehr m:access der Börse München könnte die Aufmerksamkeit für die Aktie noch erhöhen.

Endor AG (ISIN DE0005491666)

Quelle: investing.com │ Stand: 21.9.2018

Matthias Wahler, Redaktion AnlegerPlus



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