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21. November 2019   Investment

ESG wird Mainstream, doch die Herausforderungen bleiben

Nachhaltigkeit

Die entscheidenden Faktoren zur Förderung von ESG (Umwelt-, Sozial- und Governance-Grundsätze) sind einer aktuellen Studie zufolge aus Sicht institutioneller Investoren treuhänderische Verpflichtung, Regulierung und Risikominderung.

 

Wichtigster Treiber der ESG-Akzeptanz ist die Einhaltung der treuhänderischen Pflichten und Vorschriften, gefolgt vom ESG-Risikomanagement für das Portfolio. Faktoren, die eine Akzeptanz für ESG mindern, sind zum einen ein Mangel an zuverlässigen ESG-Daten, zum anderen Ressourcen- oder Kostenprobleme im Zusammenhang mit interner Integration, Infrastruktur, Wissensaufbau und einem Mangel an verfügbaren ESG-Mitarbeitern für das Integrationsmanagement. Das sind die Ergebnisse einer umfangreichen Studie von State Street Global Advisors unter 300 institutionellen Investoren.

Insgesamt sehen rund 46 % der Befragten die gemeinsame Treuhandpflicht und ein wachsendes regulatorisches Umfeld als wichtigsten ESG-Treiber. Dabei bestehen durchaus regionale Unterschiede: Mit 59 % war die Bedeutung der Treuhandpflicht in Nordamerika im Vergleich zu EMEA und Asien-Pazifik stärker ausgeprägt, während das zweitwichtigste Anliegen dort mit 48 % das Einhalten von Marktstandards war. Innerhalb der EMEA-Region waren regulatorische Veränderungen mit 52 % klar der wichtigste Push-Faktor, dicht gefolgt von dem Ansatz, ESG- (45 %) und Reputationsrisiken (39 %) zu mindern. In allen Regionen ist das Thema der Risikominderung ein größerer Faktor zur ESG Adoption als das Thema Überrendite. 

44 % der Befragten geben an, dass einer der Hinderungsgründe für die Integration von ESG eine Unzuverlässigkeit und Inkonsistenz der Daten ist. Allerdings variieren die Gründe je nach Institution: Pensionsfonds benennen zum Beispiel als größte Sorge, die Verfügbarkeit zuverlässiger ESG-Daten (47 %). Staatsfonds sehen zu 69 % die internen Ressourcenkosten als zu hoch an.

Angesichts der zunehmenden Bedeutung von ESG als wesentliche Portfoliobewertung signalisierten 95 % der Befragten ihre Absicht, in den nächsten drei Jahren weitere ESG-Spezialisten einzustellen. Die restlichen 5 % wollen ihre Mitarbeiter ermutigen, sich mit dem Konzept vertraut zu machen.

Redaktion AnlegerPlus



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