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15. März 2018   Technische Analyse

Euro - Richtungskampf entbrannt

EuroChartS

Das Währungspaar Euro/US-Dollar bildete mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 1,130 US-Dollar im Juli des vergangenen Jahres ein mittelfristiges Kaufsignal aus, überwand in der Folge die Oberseite eines mehrmonatigen Seitwärtsmarktes und stieg im September 2017 bis an den übergeordneten Widerstand bei 1,204 US-Dollar.

Nach einer Zwischenkorrektur wurde der übergeordnete Widerstand im Januar dynamisch durchbrochen und so ein erneutes, weitreichendes Kaufsignal gebildet. Die damalige Kaufwelle sorgte direkt für den Ausbruch über die Hürde bei 1,243 US-Dollar und katapultierte den Wert bis auf 1,253 US-Dollar. Seit Ende Januar ebbte der Aufwärtsdruck jedoch sukzessive ab und Euro/US-Dollar setzte in einer ersten Korrekturbewegung an die Unterstützung bei 1,222 US-Dollar zurück.

Ausgehend von dieser Marke unternahmen die Bullen anschließend einen weiteren Ausbruchsversuch über die 1,253-US-Dollar-Marke, der jedoch Mitte Februar, nach einem neuen Verlaufshoch bei 1,255 US-Dollar, von einer weiteren Verkaufswelle abgelöst wurde. Diese drückte das Devisenpaar bereits kurzfristig unter die 1,222-US-Dollar-Marke, ehe es zuletzt zu einer weiteren Aufwärtsbewegung kam, die den Wert vor einem kleinen Verkaufssignal bewahrte. Dennoch bleibt die aktuelle charttechnische Situation fragil und Euro/US-Dollar zumindest auf Sicht der nächsten Tage korrekturanfällig.

Mit der derzeitigen Seitwärtsphase wird der mittelfristig intakte Aufwärtstrend bei Euro/US-Dollar auf eine harte Probe gestellt. Unterhalb von 1,243 US-Dollar ist kurzfristig mit einem weiteren Rücksetzer an die 1,222-US-Dollar-Marke und die darunter verlaufende Aufwärtstrendlinie zu rechnen. Dort sollte die Korrekturphase allerdings ihrem Ende entgegengehen, um einen stärkeren Rückfall bis 1,204 US-Dollar zu vermeiden. Sollte dies den Bullen gelingen – und die Zeichen dafür stehen trotz der jüngsten Entwicklung weiterhin gut –, könnte ein Ausbruch über die 1,243-US-Dollar-Marke den Startschuss für einen erfolgreichen Angriff auf das Hoch bei 1,255 US-Dollar liefern.

Oberhalb der Marke wäre der Seitwärtskorridor nach oben verlassen und ein Anstieg bis 1,274 US-Dollar binnen weniger Tage möglich. Sollte Euro/US-Dollar auch diese Hürde überwinden, stünde einer Rally-Fortsetzung bis an das übergeordnete Ziel bei 1,300 US-Dollar nichts mehr im Wege. Im Ausdehnungsfall könnte das Paar in den kommenden Monaten bei einem Anstieg über dieses Kursziel sogar bis an den Bereich um 1,325 US-Dollar klettern, ehe es zu einer zeitintensiven Korrektur kommen könnte.

Sollte der Wert dagegen im weiteren Verlauf unter die 1,222-US-Dollar-Marke fallen und auch die Trendlinie auf Höhe von 1,214 US-Dollar unterschreiten, könnte ein weiterer Anstieg erst nach einem Test der Unterstützung bei 1,204 US-Dollar einsetzen.

Durchbrechen die Bären dagegen auch diese markante Unterstützung, würde sich das charttechnische Bild bei Euro/US-Dollar eintrüben. Kurzfristig dürfte es in diesem Fall zu einer Abwärtsbewegung bis 1,187 US-Dollar kommen. Auf Sicht der kommenden Wochen wäre allerdings mit einer ausgeprägten Korrektur bis 1,170 US-Dollar zu rechnen, ehe das Devisenpaar den Aufwärtstrend wiederaufnehmen sollte. Wird diese Marke dagegen ebenfalls unterschritten, sollte man auf Sicht der kommenden Wochen weitere Abgaben bis an die wichtige Unterstützung bei 1,155 US-Dollar ins Auge fassen.

 

Thomas May, Godmode Trader



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