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10. November 2021   Wirtschaft

Für eine kapitalgedeckte Altersvorsorge

ndern sich durch Wirecard die DAX Regeln6

Die Einführung einer kostengünstigen und auf Aktien basierten kapitalgedeckten Altersvorsorge müsse für die kommende Bundesregierung höchste Priorität haben. Das fordern sowohl Unternehmens- als auch Verbrauchervertreter.

Ein aktuelles Papier des Deutschen Aktieninstituts und des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) in Zusammenarbeit mit der FINVIA Family Office GmbH zeigt, dass eine breit diversifizierte Anlage in Aktien langfristig attraktive Renditen erwirtschaften kann, ohne zu höheren Risiken gegenüber weniger rentablen Anlagen zu führen.

Gegenüber Staatsanleihen würden Aktien demnach langfristig einen deutlichen Renditevorteil aufweisen. Aktien haben der Studie zufolge nach Abzug der Inflation in den vergangenen 120 Jahren 5,7 % Rendite pro Jahr erwirtschaftet – Anleihen dagegen nur 2,1 %. Gleichzeitig sei die langfristige Anlage in Aktien auch weniger riskant als das Investment in Staatsanleihen. Maximal elf Jahre hat es laut Studie gedauert, bis Anleger, die zu einem historischen Hoch in Aktien eingestiegen sind, einen nachfolgenden Verlust wieder ausgeglichen haben. Bei Staatsanleihen mussten sie im schlimmsten Fall 53 Jahre warten, bis sie die Gewinnzone wieder erreicht haben.

Nach den Prognosen der FINVIA werden Aktien auch künftig im Vergleich zu Staatsanleihen höhere Erträge erwirtschaften. Obwohl Aktien derzeit weltweit auf Rekordwerten notieren, rechnet die FINVIA mit deutlich positiven Erträgen von real bis zu 3 % pro Jahr in den nächsten zehn Jahren. Die Erträge deutscher Staatsanleihen würden sich dagegen mit real -3,2 % voraussichtlich stark negativ entwickeln.

Aktieninstitut und vzbv plädieren dafür, sich Länder wie Australien, Großbritannien oder Schweden als Vorbilder zu nehmen, die Aktien erfolgreich in der Altersvorsorge einsetzen.

 

Redaktion AnlegerPlus

Foto: Deutsche Börse AG