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20. Juli 2021   Wirtschaft

Geldvermögen auf Rekordstand

Deutsche sparen mehr5

Das Geldvermögen der privaten Haushalte ist nach den Zahlen der Deutschen Bundesbank im ersten Quartal 2021 um 192 Mrd. Euro auf 7.143 Mrd. Euro gewachsen. Es überschritt damit erstmals die Marke von 7 Billionen Euro. Neben einem Zukauf von Geldvermögenstiteln trugen insbesondere Bewertungsgewinne bei Aktien und Investmentfondsanteilen zum Anstieg des Geldvermögens bei.  

 

Die Geldvermögensbildung der privaten Haushalte belief sich per saldo auf 129 Mrd. Euro und fiel damit höher aus als in den Vorquartalen. Dazu trug mit 27 Mrd. Euro ein kräftiger Aufbau von Ansprüchen gegenüber Versicherungen bei. In Bargeld und Sichteinlagen flossen 47 Mrd. Euro und damit weniger als im Vorquartal. Insgesamt lässt sich bei privaten Haushalten aus Sicht der Bundesbank nach wie vor eine ausgeprägte Präferenz für liquide oder als risikoarm wahrgenommene Anlageformen feststellen.

Gleichzeitig spreche das weiter zunehmende Engagement am Kapitalmarkt für ein gestiegenes Renditebewusstsein. Für 25 Mrd. Euro kauften die privaten Haushalte Anteile an Investmentfonds – so viel wie nie zuvor. Außerdem stieg ihr Bestand an Aktien und sonstigen Anteilsrechten um 3 Mrd. Euro. Dabei investierten sie vorrangig in inländische Unternehmen. Der Bestand an Schuldverschreibungen wurde hingegen per saldo um 3 Mrd. Euro reduziert.

Der bewertungsbedingte Zuwachs des Geldvermögens von 63 Mrd. Euro ergab sich im ersten Quartal 2021 vor allem durch Kursgewinne bei Aktien und Investmentfondsanteilen.

 

Die Verschuldung der privaten Haushalte stieg transaktionsbedingt um 17 Mrd. Euro und damit schwächer als zuvor. Zum Ende des ersten Quartals lagen ihre Verbindlichkeiten bei 1.978 Mrd. Euro. Die Verschuldungsquote der privaten Haushalte betrug 59,5 % und war damit so hoch wie zuletzt im Jahr 2010. Sie wird definiert als Summe der Verbindlichkeiten in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt. In jüngster Zeit ist diese Entwicklung sowohl auf die steigende Verschuldung der privaten Haushalte als auch auf das auf Jahressicht weiter rückläufige nominale Bruttoinlandsprodukt zurückzuführen.

 

Das Nettogeldvermögen der privaten Haushalte betrug damit zum Ende des ersten Quartals 5.165 Mrd. Euro.

 

Redaktion AnlegerPlus

Bild von Gerhard Gellinger auf Pixabay