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19. Juni 2013   Studie

Gestiegene Akzeptanz

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Professionelle Investoren greifen inzwischen häufiger auf Social-Media-Plattformen zu, um unternehmensrelevante Informationen zu erhalten. Allerdings wird diesen Informationen nur eine geringe Relevanz eingeräumt.

XING und LinkedIn werden von professionellen Investoren zur Informationsbeschaffung von Social-Media-Plattformen am Häufigsten genutzt. Das ergab eine Umfrage vom IR Club und der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA). Befragt wurden im Rahmen der Studie professionelle Investoren aus ganz Europa. An der Umfrage teilgenommen haben dann aber mit 82 % fast nur deutsche Investoren. Demnach entsprechen die Ergebnisse der Befragung eher dem Verhalten deutscher professioneller Investoren.

Homepages wichtiger als Social Media

61 % der befragten Investoren nutzen die Unternehmenswebsites, um wichtige unternehmensrelevante Informationen zu erhalten. Nur 20 % nutzen hierzu soziale Netzwerke oder Blogs. Im Vergleich zu 2011 werden die sozialen Netzwerke sogar eher seltener genutzt: 2011 gaben noch 31 % der Befragten an, dass soziale Netzwerke und Blogs zur Informationsbeschaffung wichtig seien.

Auch um Informationen weiterzugeben, nutzen die Investoren Social Media beruflich kaum. Nur 16 % würden Informationen über soziale Netzwerke, 15 % über Foren und lediglich 9 % über Blogs zur Verfügung stellen. Auf ein Thema aufmerksam wurden 39 % durch Foren, 38 % über Blogs und 35 % über soziale Netzwerke.

Allerdings halten 72 % der befragten professionellen Investoren die Informationen, die sie über soziale Netzwerke sowie Blog erhalten, für weniger relevant als Meldungen auf den Unternehmenswebsites oder als Pressemeldungen. Nur 7 % sind der Ansicht, dass die Informationen über soziale Netzwerke eine höhere Relevanz haben.

XING ist Nummer 1
Mit 53 % nutzt der Großteil der befragten Investoren XING als Social-Media-Plattform. LinkedIn steht mit 43 % auf Platz 2. Facebook nutzen mit 16 % nur verhältnismäßig wenige Investoren beruflich. Im Vergleich zu 2011 nutzen deutlich mehr Befragte das Netzwerk LinkedIn: Der Wert kletterte von 31 % um 12 Prozentpunkte. Auch XING ist im beruflichen Alltag wichtiger geworden: Der Wert stieg von 49 % um vier Prozentpunkte.

Twitter wird von den Befragten zwar selbst wenig beruflich genutzt – trotzdem wünschen sich 16 % der Befragten, dass Unternehmen mehr über Twitter kommunizieren. Auch hier steht jedoch LinkedIn an erster Stelle: 18 % würden sich hier mehr Unternehmenskommunikation wünschen.

Fazit
Auch wenn der Großteil der befragten professionellen Investoren die Berichterstattung über soziale Netzwerke nicht so ernst nehmen wie die – inzwischen – konventionelle Berichterstattung über die Unternehmenswebsites, würden insgesamt 58 % Social-Media-Plattformen nutzen, wenn die Unternehmen es tun würden. Des Weiteren sind 53 % der Meinung, dass Social Media bei der Investmententscheidung in Zukunft eine immer größere Rolle spielen wird.

Stephanie Wente, Redaktion AnlegerPlus