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23. Januar 2018   INVESTMENT

Gewinnsprung treibt den Aktienkurs

BS.fertig

Die B+S Banksysteme AG (ISIN DE0001262152) hat das Geschäftsjahr 2016/17 (30.6.) sehr erfolgreich abgeschlossen. Der Gewinn je Aktie konnte auf 27 Cent glatt verdreifacht werden. Das laufende Jahr hat ebenfalls positiv begonnen. Die vorläufigen Zahlen zum ersten Halbjahr 2017/18 wurden am Tag der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 11.1.2018 in München veröffentlicht.

Die B+S AG ist ein Anbieter von Standardsoftware für Banken und Finanzdienstleister. Mit einer umfassenden Produktpalette in den Bereichen Zahlungsverkehr, Electronic Banking, Treasury & Trading, Risk Management sowie Kontoführung und Währungsmanagement werden die Erfordernisse der Kunden komplett abgedeckt.

Auf der Kundenliste findet sich eine Vielzahl von Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Neben namhaften Landes- und Privatbanken, Sparkassen und Instituten aus dem genossenschaftlichen Sektor sind dies auch Industrieunternehmen und verschiedene Autobanken. Neu hinzugekommen sind im vergangenen Jahr unter anderem die Bayerische Landesbank und die Hamburger Sparkasse.

Langjährige Erfahrung
Über viele Jahre hat sich das Geschäft der B+S AG stabil entwickelt, größeres Wachstum war aber nicht zu verzeichnen. Dies hat sich zuletzt geändert. Banken und Finanzdienstleister setzen zur Bewältigung der stetig wachsenden regulatorischen Anforderungen zunehmend auf externe Unterstützung. B+S kann hier mit 35 Jahren Erfahrung punkten und verfügt über alle wichtigen Zertifizierungen.

Von Vorteil ist zudem die hohe Expertise bei der Integration und Anbindung unterschiedlicher Systemlandschaften. Zu den Kunden zählen viele Gemeinschaftsrechenzentren, die bereits über eigene Core-Banking-Lösungen verfügen. B+S verfeinert und ergänzt lediglich die etablierten Prozesse. Die Kunden sind also zugleich Wettbewerber, was aber gut funktioniert.

Im Geschäftsjahr 2016/17 konnte der Umsatz um 24 % auf 10,2 Mio. Euro (Vj. 8,2 Mio. Euro) deutlich ausgeweitet werden. Das Ergebnis erhöhte sich dank der Skaleneffekte sogar erheblich stärker. Die EBIT-Marge sprang auf 26 % (Vj. 9 %) nach oben und das Ergebnis je Aktie verdreifachte sich auf 0,27 Euro (Vj. 0,09 Euro). Auch die Bilanz kann sich sehen lassen. Das Eigenkapital konnte auf 12,2 Mio. Euro (Vj. 10,6 Mio. Euro) gesteigert werden und ist jetzt höher als der Firmenwert, der mit 11,6 Mio. Euro in der Bilanz steht. Substanz gibt es in Form von Immobilien, die die mit 5,9 Mio. Euro (Vj. 3,5 Mio. Euro) ausgewiesen werden. Besonders hob der Vorstand auf der Hauptversammlung hervor, dass die Bankschulden inzwischen komplett getilgt sind.

Vorstand überzeugt von Perspektiven
In der ersten Jahreshälfte 2017/18 setzte sich der positive Trend in der Geschäftsentwicklung fort. Laut der vorläufigen Zahlen erreichte der Umsatz mehr als 5,1 Mio. Euro nach 4,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBIT liegt bei rund 1,3 Mio. Euro (Vj. 845.000 Euro) und das Periodenergebnis wird bei über 900.000 Euro erwartet gegenüber 675.000 Euro im Vorjahr. Die schon guten Werte aus 2016/17 konnten also noch einmal deutlich verbessert werden. Im Gesamtjahr könnte ein Ergebnis von 0,35 Euro je Aktie erwirtschaftet werden. Wenn dies so eintritt, scheint das Papier auch nach dem starken Kursanstieg der letzten Zeit mit einem Kurs von aktuell 6,48 Euro nicht zu teuer.

Das große Interesse der Anleger zeigt sich auch darin, dass die frühere Großaktionärin Bankrs Beteiligungen AG, die mit fast 30 % beteiligt war, ihre Anteile über die Börse veräußern konnte, ohne dass dies den Kurs nennenswert belastet hätte. Fast 40 % der B+S-Aktien befinden sich nun im Streubesitz. Die beiden Vorstandsmitglieder Wilhelm halten an ihrer Beteiligung von zusammen 50,01 % weiterhin fest. Nach ihrer Überzeugung rechtfertigt allein der Wert des Kundenstamms schon das aktuelle Kursniveau. Fintech-Fantasie ist in der aktuellen Notierung noch gar nicht enthalten. Positiv werten sie zudem die konstanten Einnahmen aus Hosting- und ASP-Verträgen, die die Fixkosten bereits abdecken.

Hinweis: Der Autor dieses Beitrags hält Aktien an der B+S Banksysteme AG

 

 

 

Matthias Wahler, Redaktion AnlegerPlus



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