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23. Juli 2019   HV-Bericht

Grün, profitabel und einfach gut drauf

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Wenn auf anderen Hauptversammlungen die Bewegung „Fridays for Future“ kritisch beäugt oder wegen Demonstrationen und Wortbeiträgen von Schülern gar gefürchtet wird, sind es laut dem Vorstand der UmweltBank gerade diese „Kids“, die das Unternehmen in neue Sphären heben sollen.

 

Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung der UmweltBank AG fand unter dem Motto „Wirkung braucht Wachstum“ am 27. Juni statt. In dem mit 400 Aktionären prall gefüllten kleinen Saal der Meistersingerhalle in Nürnberg schwappte die gute Laune von Vorstand und Aufsichtsrat schnell bis in die letzte Stuhlreihe über. Grund dafür war unter anderem die zehnte Dividendenerhöhung in Folge und ein vom Vorstand gut präsentiertes „gigantisches Potenzial“.

 

Nicht nur grün, sondern auch profitabel

Die UmweltBank hat in der Satzung den Umweltschutz ausdrücklich verankert. Konkret: Mit Kundeneinlagen werden ausschließlich auf Nachhaltigkeit geprüfte Projekte – im Wesentlichen in den Bereichen erneuerbare Energien, ökologisches Bauen und Bio-Landwirtschaft – finanziert.

Doch nicht nur ökologisch, sondern auch mit Blick auf die Finanzkennzahlen zeigte sich der Vorstandsvorsitzende Jürgen Koppmann auf der HV vor den Aktionären selbstbewusst: „Wir haben eine Dividendenrendite von um die 3 %, ein KGV von circa 10, ein KBV von 1,2–1,3 und eine Aufwand-Ertrag-Relation von rund 33 %. Zeigen Sie mir eine Bank in Deutschland, die diese Zahlen vorweisen kann!“

 

Prall gefüllte Pipeline

Gegenstand der diesjährigen Aktionärsversammlung war auch der letztjährig eskalierte Streit mit dem Großaktionär. Die Bochumer GLS Bank hatte im März 2018 ein Aktienpaket von 15,7 % an der UmweltBank übernommen und kurz darauf erfolglos versucht, die Mehrheit des Aufsichtsrats mit nahestehenden Kandidaten zu besetzen.

Desto mehr freuten sich die Aktionäre, von CEO Jürgen Koppmann persönlich zu hören, dass beide Parteien sich ausgesprochen und letztlich vertragen haben. Damit verbunden kündigte der Vorstand mehrere gemeinsame Projekte an, die zusätzlich Wachstumspotenzial erkennen lassen.

Wenn es darüber hinaus um die weiteren Wachstumschancen der Gesellschaft geht, geraten Jürgen Koppmann und seine Vorstandskollegen gar ins Schwärmen. „Unsere Produkt- und Projektpipeline ist prall gefüllt“, so Koppmann. Noch in diesem Jahr steht die Einführung eines Verbraucherkredits, die Auflage eines Aktien-Investmentfonds und die Emittierung einer Projektanleihe an. Mit Blick auf 2020/21 sind zudem eine eigene grüne Crowdfunding-Plattform und die Einführung eines Girokontos geplant.

Kurz zusammengefasst: Die UmweltBank AG befindet sich mit ihrem Geschäftsmodell voll im Trend und möchte die sich vielfältig ergebenden Chancen so schnell wie möglich nutzen. Die aktuell anstehende Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital mit Bezugsrecht soll in diesem Zuge neues Geld in die Kasse spülen.

 

Gute Stimmung

Für besonders gute Stimmung sorgten die Aussagen des Vorstands in Bezug auf die Demonstrationen der Schüler „Fridays for Future“ und den allgemeinen gesellschaftlichen Trend hin zu den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz. So machte Vorstandsmitglied Stefan Weber deutlich: „Die UmweltBank betreibt ihr Geschäft seit über 22 Jahren kompetent, glaubwürdig, transparent und ehrlich. Wir sind in Deutschland das grüne Original – und irgendwo müssen die Kids ja auch mal mit ihrem Geld hin.“

Deutlich kürzer, aber mindestens ebenso prägnant fasste es CEO Jürgen Koppmann abschließend zusammen: „Die UmweltBank ist eine geile Aktie, denn das Unternehmen ist super drauf.“

Paul Petzelberger, Redaktion AnlegerPlus



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