18. März 2021   Investment

Hohe Nachfrage nach ETFs

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Was Mittelzuflüsse angeht, war der Februar 2021 ein Rekordmonat für den weltweiten ETF-Markt. Verantwortlich dafür waren vor allem Aktien-ETFs. Europäische Anleger waren vergleichsweise zurückhaltend. Das zeigen die aktuellen Analysen von Fondsanbietern.

 

Marktführer BlackRock hat für den Februar globale Nettozuflüsse bei ETFs in Höhe von 131,7 Mrd. US-Dollar ermittelt. Damit wurde der bisherige Rekordmonat November 2020 mit 126,5 Mrd. US-Dollar übertroffen.

Auf umgerechnet noch höhere Zahlen kommt die französische Fondsgesellschaft Amundi. Dem ETF Flow Report zufolge flossen alleine Aktien-ETFs im Februar 2021 weltweit 122,2 Mrd. Euro zu, mehr als doppelt so viel wie im Vormonat (50,7 Mrd. Euro). Der Mittelzufluss bei Anleihe-ETFs zeigte mit 19,2 Mrd. Euro im Februar dagegen kaum eine Veränderung im Monatsvergleich.

Nordamerika-Aktien-ETFs verzeichneten im Februar mit 45,1 Mrd. Euro die höchsten Zuflüsse, gefolgt von Sektor-, Themen- und Smart-Beta-Strategien mit einem Plus von 34,6 Mrd. Euro. Das Interesse an Anleihe-ETFs verteilte sich auf Aggregate-Strategien (8,4 Mrd. Euro), Unternehmensanleihen (3,4 Mrd. Euro) und Staatsanleihen-ETF (2,4 Mrd. Euro).

 

Zurückhaltung in Europa

In Europa waren Anleger weniger euphorisch. Sie investierten 10,9 Mrd. Euro in Aktien-ETFs und damit leicht weniger als im Vormonat (12,9 Mrd. Euro).

Bei den gefragtesten Aktiensegmenten setzten europäische Anleger eigene Schwerpunkte: Sektor-, Themen- und Smart-Beta-ETFs zogen mit 6,8 Mrd. Euro die meisten Mittel an, gefolgt von globalen Indizes mit einem Plus von 6,3 Mrd. Euro. Großbritannien blieb mit Zuflüssen in Höhe von 638 Mio. Euro das Land, das das größte Anlegerinteresse auf sich zog.

Bei Sektor- und Themen-ETFs, die 5,3 Mrd. Euro neue Mittel anzogen, waren Finanzwerte (1,1 Mrd. Euro) am gefragtesten. Die Nachfrage nach Smart-Beta-Strategien spiegelt ebenfalls die relativ positive Anlegerstimmung wider, wobei Value- und Size-Strategien um 558 Mio. Euro bzw. 464 Mio. Euro zulegten. Defensivere Strategien, wie Minimum Volatility und Quality, verzeichneten hingegen Abflüsse in Höhe von 153 Mio. Euro und 92 Mio. Euro.

Die Nachfrage nach ESG-Strategien war mit Zuflüssen von 6 Mrd. Euro weiterhin hoch, wobei Welt- und Nordamerika-Indizes mit jeweils mehr als 2 Mrd. Euro die beliebtesten Strategien waren.

 

Redaktion AnlegerPlus
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay



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