2. März 2020   Investment

Land der Aktien-Muffel

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„Deutschland bleibt ein Land der Aktien-Muffel“, kommentiert das Deutsche Aktieninstitut (DAI) seine jüngste Erhebung zum Wertpapierbesitz. Demnach ist die Zahl der Aktionäre und Fondsbesitzer in Deutschland 2019 zurückgegangen.

Insgesamt besaßen laut DAI 2019 rund 9,7 Millionen Deutsche Anteilsscheine von Unternehmen oder Aktienfonds. Das entspricht 15,2 % der Bevölkerung oder knapp jedem siebten Bundesbürger ab 14 Jahren. 2018 legten dagegen noch 10,3 Millionen Menschen Geld am Aktienmarkt an. Im Vergleich zum Vorjahr kehrten damit knapp 660.000 Menschen der Börse den Rücken.

Die aktuellen Zahlen sieht das DAI als „Rückschlag für die Aktienkultur“. Die langfristige Betrachtung immerhin fällt positiver aus: Im Vergleich zu 2010 sparen heute rund 1,3 Millionen mehr Menschen in Aktien oder Aktienfonds. Als mögliche Erklärung für den kurzfristigen Rückgang führt das DAI an, dass die deutschen Aktiensparer auf Kursrückschläge an der Börse sensibel reagierten. 2018 war schließlich das erste Verlustjahr des DAX seit 2011, woraufhin die Aktienbesitzquote im ersten Halbjahr 2019 sogar von 16,2 auf 14,6 % gefallen war. Nachdem sich die Börsenkurse im Laufe des Jahres 2019 nachhaltig positiv entwickelten, kehrten offenbar einige Deutsche zur Börse zurück. Die Quote stieg im zweiten Halbjahr auf 15,7 %. Unter dem Strick blieb jedoch ein Minus für das Gesamtjahr.

Redaktion AnlegerPlus



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