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24. Januar 2011   Wirtschaft

Lebensversicherung mit Renditeknick

lebensversicherung

Die Anlageform der Lebensversicherung verliert an Attraktivität. Zwei Faktoren sind es, die den Lebensversicherern zu schaffen machen. Die aktuelle Niedrigzinsphase schlägt negative auf die Überschussbeteiligung und die Regierung möchte die Garantieverszinsung senken.

Die anhaltende Niedrigzinsphase zwingt die Lebensversicherer zu einer Senkung der Überschussbeteiligung. Lebensversicherer müssen ihren Kunden bei Abschluss einer Versicherung einen sogenannten Garantiezins, also eine Mindestverzinsung, zusagen. Diese beträgt im Moment 2,25%. Die Versicherer bieten aber aktuell eine höhere Verzinsung, die sogenannte Überschussbeteiligung. Diese müssen sie am Kapitalmarkt erwirtschaften.

Eine Studie der Rating-Agentur Assekurata (Überschussstudie 2011) ergibt, dass 42 von 65 privaten Lebensversicherern ihre Überschlussbeteiligung 2011 senken werden und zwar um bis zu 0,4 Prozentpunkte. Die Überschussbeteiligung liegt dann je nach Versicherer zwischen 4,40 und 3,40%.

Die Anlageform verliert damit weiter an Attraktivität. Und dem nicht genug. Nun plant der Gesetzgeber auch noch die Garantieverzinsung zum 1.7.2011 von 2,25% auf 1,75% abzusenken. Damit soll sichergestellt werden, dass die Garantie in Zeiten schwieriger Kapitalmärkte auch eingehalten werden kann. Dabei ist die Garantieverzinsung im Moment aber das Vertriebsargument für Lebensversicherungen. Eine Senkung hätte zur Folge, dass die Versicherer auf künftige Verträge zum Laufzeitende weniger auszahlen müssten. Für den Kunden, der sich lange bindet, ist das Produkt dann aber womöglich nicht mehr attraktiv.

Redaktion AnlegerPlus



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