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11. Februar 2019   Nebenwerte

LUDWIG BECK: Starker Modekonzern mit kleinen Problemen

Ludwig Beck iStock

Die deutsche Textilwirtschaft ist in großen Nöten. Regelmäßig kollabieren etablierte Konzerne. Zuletzt traf es die GERRY WEBER International AG, die einen Insolvenzantrag vermelden musste. Die Ludwig Beck am Rathauseck – Textilhaus Feldmeier AG, die wir am 23.4.2013 bei einem Kurs von 29,73 Euro erstmals besprochen haben, konnte sich dagegen dem Abwärtstrend bislang entziehen. Doch ganz ohne Probleme steht das Unternehmen nicht da.

 

Akquisition rechnet sich nicht

Im Juni 2015 hatte Ludwig Beck die Wormland-Gruppe übernommen, die insgesamt 15 deutsche Textileinzelhandels-Filialen in Bestlagen sowie einen zugehörigen Onlineshop betreibt. Explizit wurde auf die strategische Bedeutung dieser Akquisition hingewiesen, da Wormland im Gegensatz zu Ludwig Beck auf den Bereich Herrenmode spezialisiert war.

Doch die Akquisition rechnete sich nicht, wie sich jetzt herausstellt. Zwar wurden Unternehmensangaben zufolge bei der Sanierung von Wormland gute Fortschritte erreicht, ursprünglich erwartete Synergieeffekte ließen sich jedoch nicht in dem erwarteten Umfang realisieren. Deshalb wurde jetzt ein geordneter Verkaufsprozess für Wormland eingeleitet.

 

Dividende fällt aus

Nach dieser Entscheidung musste Ludwig Beck bilanzielle Vorsorge treffen. Insbesondere soll der Beteiligungsbuchwert, mit dem Wormland bislang angesetzt worden war, soweit rechtlich zulässig im Einzel- und Konzernabschluss 2018 abgeschrieben werden. Entsprechend erwartet Ludwig Beck für 2018 nun einen Jahresfehlbetrag im Einzelabschluss in Höhe von rund −3,9 Mio. Euro und −0,8 Mio. Euro im Konzernabschluss. Da der Bilanzgewinn dementsprechend voraussichtlich 0 Euro betragen wird, ist für das Geschäftsjahr 2018 nicht mit einer Dividendenausschüttung  zu rechnen.

 

Aktie hält sich

Trotz dieser unerfreulichen Meldungen hält sich die Aktie deutlich über unserem Stop-Loss-Limit von 25 Euro und notiert aktuell bei knapp 28 Euro. Der Kapitalmarkt erkennt offensichtlich an, dass Ludwig Beck mit der anstehenden Bereinigung wieder als hochprofitabler Münchener Bekleidungsspezialist mit angeschlossenem Onlineshop agieren will und vom Geschäftsmodell der Filialisierung künftig wieder Abstand nimmt. Wir glauben nach wie vor an die Ludwig-Beck-Story. Die Aktie ist daher für uns eine Halteposition. . Das mittelfristige Kursziel sehen wir bei 35 Euro, das Stop-Loss-Limit sollte bei 25 Euro belassen werden.

Quelle: investing.com

Redaktion AnlegerPlus



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