23. März 2020   Markt

MERKUR PRIVATBANK profitiert von Übernahme

DrMarcusLingel

Das zurückliegende Geschäftsjahr der MERKUR BANK KGaA stand im Zeichen der der Übernahme wesentlicher Teile des Bankgeschäfts der Bank Schilling & Co AG. Seit Abschluss der Transaktion tritt das Unternehmen als MERKUR PRIVATBANK auf. Die Übernahme sorgte für eine deutliche Ergebnissteigerung.

Mit einer Bilanzsumme von 2,31 Mrd. Euro gehört das Münchner Bankhaus nun nach eigenen Angaben zu den drei größten inhabergeführten Privatbanken in Deutschland. Das Unternehmen ist  mit 440 Mitarbeitern an 21 Standorten vertreten. Für das laufende Geschäftsjahr strebt der persönlich haftende Gesellschafter der MERKUR PRIVATBANK, Dr. Marcus Lingel (Foto), an, insbesondere mit neuen Angeboten für private Anleger weiter zu wachsen. Gerade der Bereich Vermögensverwaltung, eine Expertise der früheren Bank Schilling, soll ausgebaut werden.

Dank der Übernahme standen Kundeneinlagen (1,91 Mrd. Euro) und Kreditvolumen (1,92 Mrd. Euro) zum Abschluss des Jahres in einem ausgeglichenen Verhältnis. Während die frühere MERKUR BANK ihren Fokus in der Finanzierung mittelständischer Unternehmen insbesondere Bauträgerkunden und Leasinggesellschaften hatte (Kreditvolumen ohne Bank Schilling 2019: 1,35 Mrd. Euro), lag der Schwerpunkt der Aktivitäten der Bank Schilling auf dem Privatkundengeschäft. „Hier zeigt sich, dass sich unsere beiden Unternehmen inhaltlich und regional perfekt ergänzen und wie eine Schublade in einen Schrank passen“, erklärt Lingel. „Es ist uns gelungen, die Stärken beider Häuser zu bündeln, sodass wir allen Kunden nun eine erstklassige Leistung in beiden Bereichen bieten können.“

Sowohl die Finanzierung als auch das Anlagegeschäft konnten 2019 positiv zulegen. Das Depotvolumen der Gesamtbank betrug zum Jahresabschluss 2,15 Mrd. Euro. Davon entfielen 435 Mio. EUR auf die frühere MERKUR BANK, die damit das Volumen deutlich um 29,7 % steigerte (Vj. 337 Mio. Euro). In der Finanzierung der früheren MERKUR BANK stand am Ende des Jahres ein Neugeschäftsvolumen von 1,39 Mrd. Euro (Vj. 1,25 Mrd. Euro). Ein weiterer Effekt der Übernahme: Das Kreditportfolio ist deutlich von 1,15 auf 1,92 Mrd. Euro gewachsen.

Der Periodengewinn lag zum Jahresabschluss 2019 bei 26,6 Mio. Euro (Vj. 4,4 Mio. Euro). Daneben ist ein außerordentlicher Gewinn in Höhe von 23,3 Mio. Euro mit der Übernahme der Bank Schilling generiert worden. Das Ergebnis verwendet die MERKUR PRIVATBANK zur Stärkung des Eigenkapitals, das nun 199,6 Mio. Euro beträgt (Vj. 114,6 Mio. Euro).

In der Coronakrise rechnet Lingel mit massiven Auswirkungen auf Banken. Sie hätten eine wichtige Funktion, wenn es darum gehe, die Wirtschaft, allem voran den Mittelstand, mit den von der Politik zugesicherten finanziellen Hilfen zu versorgen. „Wir sehen hier einen gesellschaftlichen Auftrag für die Banken und setzen darauf, dass die Politik die entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen schafft, unter anderem in Form von 100 % Haftungsfreistellungen.“

Redaktion AnlegerPlus



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