728x90leaderboard4

9. April 2019   HV-Bericht

MVV Energie: Vorreiter der Energiewende

mvv 2017.04 tmvv04

Die MVV Energie AG setzte bereits frühzeitig auf die Energiewende. Mit umfangreichen Investitionen soll der Anteil erneuerbarer Energien weiter ausgebaut werden, damit das Unternehmen auch in Zukunft als verlässlicher Dividendentitel auftreten kann.

 

Zu Beginn seiner Ausführungen auf der diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung am 8. März in Mannheim ging der Vorstandsvorsitzende Dr. Georg Müller auf den erreichten Konsens der Kohle-Kommission ein. In diesem Rahmen hielt er die Energiewende für einen kraftvollen Modernisierungsschub im Hinblick auf das Energiesystem in Deutschland. Dem Ausstieg aus der fossilen Energie müsse jedoch ein beschleunigter Ausbau der erneuerbaren Energien gegenüberstehen. Denn im Koalitionsvertrag ist ein Anteil erneuerbarer Energien von 65 % bis zum Jahr 2030 festgeschrieben.

Die MVV Energie ist in dieser Hinsicht bereits auf einem sehr guten Weg, auch wenn noch Herausforderungen zu meistern sind. Im vergangenen Jahr baute die Gesellschaft die installierte Leistung bei erneuerbaren Energien auf 467 Megawatt aus. Das entspricht einem Anteil von 63 % an der eigenen Stromerzeugung.

 

Umfangreiches Investitionsprogramm

Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte der Stromerzeuger rund 290 Mio. Euro, was einem Anstieg um etwa 50 % entsprach. Davon entfielen 124 Mio. Euro auf Wachstums- und 166 Mio. Euro auf Bestandsinvestitionen.

Im laufenden Jahr soll die Summe sogar noch einmal kräftig ansteigen. Dabei stehen drei Projekte besonders im Fokus: Der größte Posten ist das Küstenkraftwerk K.I.E.L. mit einem Gesamtvolumen von 290 Mio. Euro. Die Inbetriebnahme des Gasheizkraftwerkes ist noch im ersten Halbjahr 2019 vorgesehen. Auf dem britischen Abfallmarkt will MVV Energie mit dem Bau einer vierten Abfallverwertungsanlage im schottischen Dundee seine Marktposition weiter stärken. Bis zur geplanten Inbetriebnahme im November 2020 fließen Investitionen von 135 Mio. Euro in die effiziente Abfallanlage.

Direkt vor der Haustür investiert das Unternehmen in die Anbindung des Heizkraftwerks auf der Friesenheimer Insel an das Fernwärmenetz. Nach Investitionen von rund 100 Mio. Euro liefert MVV ab dem Winter 2020 Fernwärme nach Mannheim und in die angrenzende Metropolregion. Daneben fließen Mittel in die Bioabfallvergärung, um dort ein neues Geschäftsfeld zu erschließen.

 

Verhaltener Jahresauftakt

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 erwirtschaftete die Gesellschaft einen Umsatz von 3,9 Mrd. Euro und blieb damit 3 % hinter dem Vorjahreswert zurück. Dabei verbesserte sich jedoch das adjusted EBIT um 2 % auf 228 Mio. Euro. Auch der Jahresüberschuss nach Fremdanteilen erhöhte sich auf 130 Mio. Euro. Bei einem Ergebnis je Aktie von 1,97 Euro erhielten die Aktionäre eine unveränderte Dividendenausschüttung von 0,90 Euro je Aktie. Nach inzwischen zehn Jahren unveränderter Dividende sah MVV-Chef Müller die Zeit für eine Erhöhung noch nicht gegeben.

Der Auftakt in das neue Geschäftsjahr 2018/19 fiel erst einmal verhalten aus: Der Umsatz ging aufgrund niedrigerer Stromhandelsmengen und geringerer Erlöse aus der Projektentwicklung deutlich auf 934 Mio. Euro zurück. Das adjusted EBIT halbierte sich sogar auf nur noch 67 Mio. Euro. Trotzdem erwartete der Vorstandsvorsitzende im Gesamtjahr Umsatz und adjusted EBIT in etwa auf Vorjahresniveau. Selbst wenn das Unternehmen also im laufenden Jahr keine Zuwächse erzielen kann, bietet die MVV-Aktie den Anlegern immerhin eine attraktive Dividendenrendite von 3,5 %.

Thorsten Renner



Diese Website verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung dieser Website, akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung und die Verwendung von Cookies und um Ihnen spezielle Services und personalisierte Inhalte bereitzustellen. Weiteres erfahren Sie unter der Rubrik Datenschutz.

X schließen