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4. Februar 2019   Markt & Werte

Nachhaltig interessante Investments

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Wasser, Energie und Mikrofinanzen sind Themenbereiche mit eindeutig nachhaltigem Bezug. Wir nennen erfolgreiche Investmentfonds aus diesen Segmenten, die nicht nur für ausschließlich nachhaltig orientierte Anleger eine interessante Depotbeimischung darstellen.

 

Bei der inzwischen riesigen Auswahl von Investmentfonds mit Bezug zum Thema Nachhaltigkeit ist es alles andere als leicht, den Überblick zu behalten und die Angebote einzuordnen. Neben Aktien-, Renten- und Mischfonds mit mehr oder weniger strengen Nachhaltigkeitsfiltern gibt es auch Themenfonds, die einzelne Aspekte der Nachhaltigkeit sehr gezielt aufgreifen.

Der Schonung und der langfristigen Sicherung von Umweltressourcen sowie der Reduzierung von CO2-Emissionen widmen sich Wasser- und New-Energy-Fonds, wobei nicht unbedingt alle Fonds dieses Sektors strenge Kriterien bei der Aktienauswahl anlegen. Bei Mikrofinanzfonds liegen dagegen der soziale Aspekt und die aktive Einflussnahme im Fokus.

 

Ressource Wasser

Wasserfonds wie der Pictet Water (ISIN LU0104884860) oder der RobecoSAM Sustainable Water (ISIN LU0133061175) investieren global in Unternehmen, die Technologien, Produkte oder Dienstleistungen rund um die Wertschöpfungskette des Wassers anbieten.

Sauberes Wasser ist lebensnotwendig, wird aber weltweit ein immer knapperes Gut. Insbesondere in der Landwirtschaft ist der Verbrauch oftmals noch verschwenderisch, doch auch in der Industrie und den Kommunen gibt es noch deutliches Optimierungspotenzial. Lösungen zur effizienten Wasserverteilung und -nutzung, sowie zur Wasseraufbereitung und Analyse sollten daher langfristig gefragt bleiben.

Als reine Aktienfonds konnten sich der Pictet Water (2018: −9,1 %) und der RobecoSAM Sustainable Water (2018: −8,4 %) den negativen Vorzeichen der vergangen Monate nicht entziehen. Im 5-Jahres-Rückblick relativiert sich der Verlust 2018 aber. Hier lieferten beide Fonds mit einem Wertzuwachs von 40,6 % (Pictet) bzw. 43,0 % (RobecoSAM) eine sehr respektable Performance ab.

 

Erneuerbare Energien/Energieeffizienz

Ebenfalls dem Umweltbereich ist das Thema erneuerbare Energien zugeordnet. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen fossile Energieträger (Gas, Öl, Kohle) langfristig durch regenerative Energien ersetzt werden. Gleichzeitig muss Energie viel effizienter genutzt werden, um den Anstieg des Verbrauchs zu begrenzen – ein riesiger Markt!

Clean-Energy-Fonds sind recht technologielastig und investieren beispielsweise in Sektoren wie erneuerbare Energien (Solar- und Windenergie, Wasserkraft), Energieeffizienz (z. B. intelligente Netze, LED-Beleuchtung), Energiespeicherung (Batterien) oder E-Mobilität. In den letzten fünf Jahren erzielten der RobecoSAM Smart Energy (ISIN LU0175571735) mit einem Plus von 33,4 % und der DNB Renewable Energy (ISIN LU0302296149) mit einem Gewinn von 27,9 % gute Ergebnisse in der Vergleichsgruppe.

 

Mikrofinanzierungen

Eine nachhaltige Anlagemöglichkeit, bei der der soziale Charakter im Vordergrund steht, ist die Vergabe von Kleinstkrediten an Menschen in Entwicklungsländern. Die Idee der Mikrofinanzierung wurde vom Wirtschaftswissenschaftler Muhammad Yunnus entwickelt, der dafür im Jahr 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Regionale Mikrofinanzinstitute unterstützen Menschen in Schwellenländern beim Aufbau einer eigenen Existenz. Neben praktischer Hilfe mit einem „Businessplan“ vergeben sie auch die notwendigen Kredite zur Finanzierung der Geschäftsidee. Oft sind es nur wenige Hundert US-Dollar, die beispielsweise für die Anschaffung von Werkzeugen oder Material benötigt werden.

Fonds wie der Dual Return Vision Microfinance (ISIN LU0563441798) oder der IIV Mikrofinanzfonds (ISIN DE000A1H44T1) unterstützen diese Hilfe zur Selbsthilfe, indem sie diesen Mikrofinanzinstituten Kapital in Form von verzinslichen Darlehen zur Verfügung stellen. Durch die Verteilung auf viele Mikrofinanzinstitute, die wiederum zahlreiche einzelne Kreditnehmer betreuen, ist die Streuung des Kreditportfolios gewaltig. Ohnehin sind die Ausfallraten extrem gering, obwohl die Darlehen ungesichert vergeben werden.

Durch gestiegene Kosten für die Währungsabsicherung sind die Erträge der Mikrofinanzfonds in den letzten Jahren unter Druck gekommen. Von Anfang 2016 bis Ende 2018 erzielte der IIV Mikrofinanzfonds einen Wertzuwachs von 4,8 %, beim Dual Return Vision Microfinance waren es im selben Zeitraum 2,3 %. Auf der anderen Seite sind im aktuellen Niedrigzinsumfeld stabile Erträge in Euro auch mit anderen Anlagen kaum höher ausgefallen.

Für die meisten Anleger steht der Renditeaspekt hier ohnehin hinter der positiven Einflussnahme auf die soziale Situation anderer Menschen an.

Dank ihrer stabilen Wertentwicklung und der geringen Korrelation zu anderen Anlageklassen kann eine Beimischung von Mikrofinanzfonds dennoch zur Optimierung eines Portfolios beitragen. Von den Börsenturbulenzen 2018 zeigten sich beide Fonds unbeeindruckt.

Mehr zu Mikrofinanzfonds lesen Sie hier.

 

Dieser Artikel ist zuerst erschienen in der aktuellen Ausgabe AnlegerPlus 1/2019. Sind Sie neugierig geworden? Dann testen Sie uns über ein Schnupperabo oder fordern Sie ein kostenloses Probeheft an.

Alexander Rabe



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