7. Mai 2019   Unternehmen

Rekordergebnis zum Jubiläum

BHI

Der Nordwest-Konzern blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück. Dafür sorgten ein Geschäftsvolumen, das erstmals in der Unternehmensgeschichte die Grenze von 3 Mrd. Euro überschritten hat, der höchste Lagerumsatz aller Zeiten und ein Rekordergebnis (EBIT) von 10,6 Mio. Euro. In diesem Jahr feiert der Großhandelskonzern sein 100-jähriges Jubiläum.

 

1919 wurde das Unternehmen als Einkaufsverbund Nordwest GmbH von Berthold Regenbogen gemeinsam mit 22 Eisenwarenkaufleuten in Bremen gegründet. Das Ziel: eine eigene Organisation gegen die Marktmacht damaliger Industriekartelle aufzubauen. 100 Jahre später wird die Nordwest Handel AG im Mai ihr Jubiläum mit über 1.000 Gästen aus dem Kreise der Handels- und Lieferantenpartner im Dortmunder Fußballstadion feiern.

 

Anlass zum Feiern gab auch das abgelaufene Geschäftsjahr. Der Vorstandsvorsitzende Martin Bertinchamp umschrieb es auf der kürzlich dazu abgehaltenen Pressekonferenz wie folgt: „Wir konnten alle Ziele für 2018 ausnahmslos erreichen oder sogar übertreffen – es war ein nahezu perfektes Geschäftsjahr.“ Die Zahlen im Detail: Mit einem Geschäftsvolumen von 3.041,1 Mio. Euro und damit einem Anstieg von 21,1 % zum Vorjahr hat der Nordwest-Konzern das Jahr 2018 nämlich mit einem neuen Rekordwert abgeschlossen. Zudem wurde im Lagergeschäft mit 163,5 Mio. Euro ebenso eine neue Bestmarke erzielt. Das EBIT konnte auf 10,6 Mio. Euro und damit um 28 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Unter dem Strich stand ein Jahresüberschuss von 6,9 Mio. Euro ein Plus von über 30 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017. Die Anzahl der angeschlossenen Fachhandelspartner konnte im abgelaufenen Jahr um insgesamt 50 auf 1.052 gesteigert werden.

 

Der Geschäftsbereich Stahl übertraf mit einem Geschäftsvolumen von 1.193,6 Mio. Euro (39,2 % des Gesamtvolumens) den Vorjahreswert um 26,9 %. Im Bereich Bau-Handwerk-Industrie setzt sich die die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Das 2018 erzielte Geschäftsvolumen von 1.117,5 Mio. Euro (Anteil 36,7 %) lag um 22,3 % über dem Vorjahreswert. Mit 183,0 Mio. Euro (Anteil 6 %) erzielte der Bereich Haustechnik, der gerade neu aufgestellt wird, ein Minus von 9,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Relaunch der Exklusivmarke delphis sei am Markt sehr gut aufgenommen, der Neustart der Nordwest-Haustechnik gelungen, berichtet der Vorstand. Der durch die Factoring-Aktivitäten der TeamFaktor NW GmbH geprägte Geschäftsbereich TeamFaktor/Services konnte das Volumen im Vergleich zum Vorjahr um 20,6 % auf 546,9 Mio. Euro (Anteil 18,1 %) steigern.

 

Die Nordwest-Aktie

Der Kurs der Nordwest-Aktie hat den 2017 eingeschlagenen Wachstumskurs 2018 fortgesetzt. Die Tagesschlusskurse vom 2.10. und 4.10.2018 über 29,80 Euro stellten den Jahreshöchstwert dar. Im weiteren Jahresverlauf konnte das hohe Kursniveau jedoch nicht gehalten werden. Die Nordwest-Aktie schloss das Börsenjahr 2018 bei 22,20 Euro und damit um 13,8 % höher im Vergleich zum Vorjahresschlusskurs. Angesichts des schlechten Börsenumfelds im vergangenen Jahr eine hervorragende Performance. Aktuell notiert die Aktie bei 24,40 Euro.

Angesichts der sehr positiven Geschäftsentwicklung 2018 schlägt das Nordwest-Management gemeinsam mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung von 0,70 Euro je Aktie, nach 0,55 Euro im Vorjahr, vor. Daraus errechnet sich eine ansehnliche Dividendenrendite von 2,87 %.

 

Ausblick

Im laufenden Geschäftsjahr 2019 rechnet das Management insgesamt mit einer Fortführung des eingeschlagenen Wachstumskurses. In den Geschäftsbereichen Bau-Handwerk-Industrie und TeamFaktor/Services sollen neue Kooperationen sowie der weitere Ausbau der Anzahl der Fachhandelspartner zu einem Wachstum beitragen. Im Bereich Haustechnik setzt Nordwest auf die neue exklusive Händlergemeinschaft Hategro e.G. und die Exklusivmarke Delphis, während im Geschäftsbereich Stahl der 2018 neu gegründete Stahlverbund Phoenix Grundstein für die weitere erfolgreiche Entwicklung sein soll.

Nordwest erwartet 2019 auf Konzernebene beim Geschäftsvolumen Anstieg im Bereich zwischen 1 und 10 % zum Vorjahr, insbesondere in Abhängigkeit von der Entwicklung des Stahlgeschäfts. Das operative Ergebnis (EBIT) wird bei rund 11,5 Mio. EUR (+8% ggü. VJ) mit einer Bandbreite von +/- 0,6 Mio. EUR prognostiziert.

Redaktion AnlegerPlus



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