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20. Februar 2013   Verbraucher

Richtig versichert

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Eine Unterversicherung im Hausrat kann für den Kunden teuer werden, denn im Schadenfall muss sich der Kunde dann anteilig an den Kosten beteiligen. Schutz bietet aber die Vereinbarung eines Unterversicherungsverzichts.

Rund 80 % der Deutschen sind laut dem Direktversicherer Asstel hausratversichert. Damit zählt die Hausratversicherung zu den am weitesten verbreiteten Policen in deutschen Haushalten. Die Versicherungssumme muss dabei den kompletten Hausrat abdecken, damit der Versicherer im Schadenfall auch alle Kosten übernimmt. Ist das nicht der Fall, ist der Kunde unterversichert und muss sich im Schadenfall an den Kosten beteiligen.

Jonathan Mann, Versicherungsexperte bei dem Berliner Vergleichsportal TopTarif.de, erklärt, dass über eine Hausratversicherung im Schadenfall der Neuwert des beschädigten Hausrats erstattet wird. „Liegt der tatsächliche Wert der gesamten Wohnungseinrichtung jedoch über der in der Police angegebenen Versicherungssumme, liegt eine Unterversicherung vor und Schäden werden nur anteilig vom Versicherer reguliert“, warnt der Experte. Das Vergleichsportal verdeutlicht die Folgen einer Unterversicherung an folgendem Beispiel:

Bei einem Einbruchdiebstahl in eine Wohnung, die mit 40.000 Euro versichert ist, entsteht ein Schaden von 10.000 Euro. Bei einer Prüfung stellt sich jedoch heraus, dass der tatsächliche Wert des Hausrates bei 50.000 Euro liegt. Durch die Unterversicherung beschränkt sich die Schadensregulierung des Versicherers auf 8.000 Euro – auf der Differenz zum tatsächlichen Schaden in Höhe von 2.000 Euro bleibt der Versicherungsnehmer daher sitzen.

Unterversicherungsverzicht schafft Abhilfe
Zu einer Unterversicherung kommt es meist, weil die Kunden den Wert des eigenen Hausrates unterschätzen und von vorneherein eine zu geringe Versicherungssumme angeben. Oder weil eine teure Neuanschaffung der Versicherung nicht gemeldet wird, womit der ehemals angegebene Versicherungswert nicht mehr stimmt. Das Verfahren der Schätzung des eigenen Hausstandes ist allerdings sehr zeitaufwändig.

Deshalb bieten laut TopTarif.de Versicherungen mit dem Unterversicherungsverzicht eine einfache Lösung an. Hierbei errechnet sich die Versicherungssumme pauschal aus der Wohnfläche sowie einem vom Versicherer festgelegten Betrag pro Quadratmeter. Je nach Versicherer liegt der Wert zwischen 600 und 700 Euro. So entfällt die komplizierte Bewertung des eigenen Hausrates und in der Regel besteht auch die Gefahr einer Unterversicherung nicht mehr. Ergibt sich bei der pauschalen Berechnung jedoch, dass der eigene Hausrat bedeutend mehr wert ist – zum Beispiel aufgrund einer teuren High-End-Stereoanlage – sollten die Versicherungsnehmer den tatsächlichen Wert ermitteln und die Versicherungssumme entsprechend nach oben anpassen.

Stephanie Wente, Redaktion AnlegerPlus



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