728x90leaderboard4

6. August 2019   Wissen

Schlechte Noten für die Finanzbildung

Umfrage FinanzbildungTop ThemencWeltSparen

Ein wichtiger Aspekt des täglichen Lebens dreht sich um das Geldverdienen, Finanzen und Verträge. Zum Schulstart befragte das Zinsportal WeltSparen daher über 2.000 Deutsche, wie es um die Bildung zum Thema Finanzen in Deutschland steht. Demnach wäre die Versetzung stark gefährdet.

 

Die Umfrageteilnehmer wurden gefragt, welche Schulnote sie der allgemeinen Finanzbildung der Deutschen geben würden. Die Ergebnisse deuten auf klaren Nachholbedarf in der Bevölkerung hin. Über die Hälfte der Befragten bewertet die Finanzbildung in Deutschland mit den Schulnoten 4 bis 6: „Ausreichend“ (30 %), „Mangelhaft“ (22 %) und „Ungenügend" (4 %). 28 % der Deutschen geben der Finanzbildung die Schulnote 3 („Befriedigend“). Gerade einmal 5 % beurteilen die Finanzbildung als „Sehr gut" (Schulnote 1) und „Gut" (Schulnote 2).

 

Eigen- und Fremdwahrnehmung driften auseinander

Werden die gleichen Studienteilnehmer nach ihrer Selbsteinschätzung gefragt, fallen die eigenen Schulnoten deutlich großzügiger aus. Dennoch geben sich nur 3 % eine 1 und 21 % eine 2. Immerhin liegt das Ergebnis für die beiden besten Noten damit 19 Prozentpunkte über der Einschätzung für die Gesamtbevölkerung. Die meisten Befragten benoten sich mit einer 3 (33 %) oder einer 4 (35 %). Die wenigsten Befragten lassen sich in Sachen Finanzbildung mit den Schulnoten 5 (13 %) oder 6 (3 %) durchfallen.

Insgesamt benoten sich die Deutschen in der Umfrage von WeltSparen selbst im Durchschnitt mit einer 3,0 und den Rest der Bevölkerung mit einer halben Schnulnote schlechter mit 3,5. Männer benoten sich selbst tendenziell besser als Frauen. 28 % der Herren die geben sich Schulnote 1 bis 2, bei den Frauen trauen sich 19 % die besten Noten zu.

 

Mehrheit für Finanzbildung in der Schule

60 % der Studienteilnehmer sind der Meinung, dass Bildung zu finanziellen Themen in der Schule für alle Schüler auf den Lehrplan gehört. Auf regionaler Ebene zeigt sich eine große Kluft zwischen Bayern und dem Saarland: In Bayern wünschen sich fast 70 % eine bessere finanzielle Bildung in der Schule, bei den Saarländern sind es dagegen nur 40 %.

Auf der anderen Seite sind 17 % die Ansicht, dass die Aufklärung über Finanzen eine Privatangelegenheit jedes Einzelnen sei und weniger ein gesellschaftlicher Auftrag, der bereits allen Schülern vermittelt werden sollte. Diese Einstellung steigt mit zunehmendem Haushaltsnettoeinkommen prozentual an: Fast jeder Zweite (47 %) mit einem Haushaltseinkommen über 10.000 Euro pro Monat findet, dass Finanzbildung Privatsache ist, während nur 15 % der Deutschen mit einem monatlichen Haushaltseinkommen zwischen 1.000 und 1.500 Euro diese Meinung teilen.

Zu den wichtigsten Themen, bei denen sich bessere Bildung gewünscht wird, gehören insbesondere alltagsnahe Aspekte: An erste Stelle steht die Rente mit 61 %, gefolgt von Steuern (59 Prozent) und Verträgen mit 50 %. Fast die Hälfte der Befragten (48 %) möchte ein besseres Wissen zu Finanzprodukten erlangen. So Volkswirtschaftslehre (34 %), Buchhaltung und Betriebswirtschaftslehre (je 24 %) belegen die hinteren Plätze.

Redaktion AnlegerPlus



Diese Website verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung dieser Website, akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung und die Verwendung von Cookies und um Ihnen spezielle Services und personalisierte Inhalte bereitzustellen. Weiteres erfahren Sie unter der Rubrik Datenschutz.

X schließen