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28. Juni 2021   Versicherung

Schutz vor unnötigen Kosten

Koffer

Derzeit werben viele Reiseveranstalter mit flexiblen Stornobedingungen, die verunsicherten Reisenden einen problemlosen Rücktritt vom gebuchten Urlaub ermöglichen sollen. Ein zusätzlicher Reiseschutz scheint da auf den ersten Blick unnötig. In der Regel endet die flexible Stornofrist der Veranstalter jedoch vierzehn Tage vor Reiseantritt. Urlauber ohne passende Reiseversicherung müssen dann für eventuell anfallende Stornokosten kurz vor Abreise sowie während ihres Aufenthaltes selbst aufkommen. Das kann teuer werden.

 

Die Reiseexpertin der ERGO Reiseversicherung, Birgit Dreyer, zeigt anhand von Fällen, wann welcher Reiseschutz greift und welche Kosten dabei von den Versicherungen übernommen werden.

 

Ein Autounfall durchkreuzt die Reisepläne

Der Familienurlaub ist gebucht, die Koffer sind so gut wie gepackt, da passiert es: Der Familienvater hat einen Autounfall und verletzt sich dabei schwer. Ein Aufenthalt im Krankenhaus ist notwendig. Die Urlaubspläne platzen und die Reise muss wenige Tage vor Abreise storniert werden. Doch je näher der Tag der Abreise rückt, desto höher sind die Stornokosten.

 

Wer seinen Urlaub kurz vor Reiseantritt absagen muss, zahlt im schlimmsten Fall bis zu 100 % des Reisepreises. „Bei einem Unfall greift eine Reiserücktrittsversicherung“, erklärt Brigit Dreyer. „Versicherte Rücktrittsgründe sind bei uns neben schweren Unfallverletzungen beispielsweise auch eine unerwartete Erkrankung, Impfunverträglichkeit oder der Verlust des Arbeitsplatzes bei betriebsbedingter Kündigung.“ Urlauber sollten sich schon bei Buchung über die Leistungen und versicherten Gründe informieren. Denn „besonders bei teuren Reisen können Urlauber ohne Reiseschutz auf hohen Stornokosten sitzen bleiben“, so Dreyer.

 

Der Opa stirbt während des Urlaubs

Der Tod eines lieben Familienmitglieds ist schlimm. Ein besonderer Notfall ist es jedoch, wenn die Angehörigen zu der Zeit Urlaub im Ausland machen. Denn viele Reisende möchten ihren Urlaub dann verständlicherweise nicht weiterführen und versuchen, so schnell wie möglich in die Heimat zurückzukehren. Ohne Reiseschutz würden sie aber nicht nur ihre gesamten Reisekosten zahlen müssen, sondern auch noch die zusätzlich anfallenden Kosten für die vorzeitige Rückreise.

„In diesem Fall hilft eine Reiseabbruchversicherung“, erläutert Birgit Dreyer. „Diese erstattet zum einen anteilig den Reisepreis für nicht genutzte Reiseleistungen, zum anderen auch die Mehrkosten der außerplanmäßigen Rückreise.“

 

Positiver Corona-Test vor Abflug

Nach wie vor gelten für viele Länder strenge Einreisebestimmungen im Zusammenhang mit der Coronapandemie. Die ERGO Reiseversicherung beispielsweise hat auf die dynamische Situation der Pandemie reagiert und bietet mittlerweile einen extra Covid-19 Ergänzungsschutz an. Dieser sichert beispielsweise Erkrankung oder Tod im Zusammenhang mit Covid-19 als Rücktrittsgrund ab.

Eine behördlich angeordnete Quarantäne und die Corona-bedingte Verweigerung der Beförderung durch eine Fluggesellschaft sind ebenso abgesichert. „Wollen Sie beispielsweise in den Urlaub fliegen und das Personal der Fluggesellschaft verweigert Ihnen die Beförderung aufgrund eines positiven Testergebnisses, können Sie den Urlaub nicht antreten“, erklärt Birgit Dreyer. Auch hier würde ohne Versicherungsschutz die höchste Stornokostenstaffelung zu Buche schlagen. Muss ein Urlaubsaufenthalt quarantänebedingt verlängert werden, übernimmt die Reiseversicherung anfallende Mehrkosten für die Unterkunft bis 1.000 Euro. Mit dem Ergänzungsschutz ist man auch abgesichert, wenn für die Reisedestination eine (Teil-)Reisewarnung des Auswärtigen Amts aufgrund von Covid-19 besteht. Die Reisewarnung an sich ist allerdings kein abgesicherter Rücktrittsgrund.

 

Tauchunfall auf Fuerteventura

Wer im Urlaub krank wird, vertraut in vielen Fällen auf die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse. Doch Vorsicht, denn es gibt einige Einschränkungen, was die freie Arztwahl vor Ort und den Krankenrücktransport in die Heimat betrifft. „Eine Reisekrankenversicherung deckt deutlich mehr ab als die gesetzliche Krankenversicherung. Insbesondere beim Krankenrücktransport ist diese Police unverzichtbar“, erläutert Birgit Dreyer. Angenommen der Urlauber verletzt sich beim Tauchen auf Fuerteventura und muss im Krankenhaus behandelt werden – viele möchten dann ihre Behandlung lieber in der Heimat fortsetzen. „Einen Krankenrücktransport bezahlt die gesetzliche Krankenversicherung aber grundsätzlich nicht.“

 

Eine gute Reisekrankenversicherung übernimmt dagegen sogar die Kosten für einen „medizinisch sinnvollen“ Krankenrücktransport (nicht nur für einen „medizinisch notwendigen“). Aber nicht nur der Krankenrücktransport ist versichert, auch die Kosten für anspruchsvolle Behandlungen, wie zum Beispiel die Nutzung einer Dekompressionskammer im Zusammenhang mit einem Tauchunfall, werden erstattet. Verbraucherschützer raten deshalb zum Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Denn selbst in Ländern wie Österreich oder Italien können für Urlauber hohe Kosten für Heilbehandlungen entstehen.

 

Im Ferienhaus wird eingebrochen

Das ist ein ganz schöner Schreck, wenn nach einem entspannten Tag am Strand die Eingangstür des gemieteten Ferienhauses aufgebrochen ist und Teile des Reisegepäcks gestohlen wurden. „Hier kann der Schaden schnell in vierstelliger Höhe liegen. Eine Reisegepäckversicherung erstattet bei Diebstahl den Zeitwert von aufgegebenem oder mitgeführtem Gepäck. Auch notwendige Ersatzkäufe – falls das Reisegepäck verspätet ausgeliefert wird – werden im Rahmen einer Reisegepäckversicherung erstattet“, erklärt die Reiseexpertin der ERGO Reiseversicherung.

 

Mit dem Wohnmobil unterwegs

Campingurlaub ist in Zeiten von Social Distancing besonders beliebt. Reisende sind flexibel und unabhängig. Wer keinen eigenen Camper besitzt, mietet sich ein Leihfahrzeug. Wenn es nun aber zu einem Schaden am Fahrzeug kommt – zum Beispiel auf einer engen Bergstraße am Unterboden –, müssen Mieter den im Mietvertrag vereinbarten Selbstbehalt zahlen und entsprechend für den Schaden aufkommen. „Das kann teuer werden, deshalb ist hier ein spezieller Reiseschutz für Campingreisen sinnvoll“, rät Birgit Dreyer. Im „Wohnmobil-Reiseschutz“ der ERGO Reiseversicherung ist der im Mietvertrag vereinbarte Selbstbehalt beispielsweise abgesichert. Und über zubuchbare Zusatzleistungen zudem Schäden an Unterboden, Reifen und Glas, sofern die Hauptkasko dafür keine Leistung vorsieht. 

 

Den flexibelsten Schutz für Reisende bietet eine Jahresversicherung, mit der Urlauber das ganze Jahr über für alle Reisen versichert sind. Das gilt dann auch für Wochenendausflüge, Besuche bei Verwandten oder Tagestrips (ab 50 km vom Wohnort oder mit einer Übernachtung), die im Laufe eines Jahres getätigt werden.

 

Urlauber sollten grundsätzlich bei der Buchung ihrer Reise abwägen, wie hoch ihr Sicherheitsbedürfnis ist und ob die Flextarife der Veranstalter wirklich ausreichend sind. In zahlreichen Fällen sind Reisende ohne passenden Reiseschutz mit hohen Kosten konfrontiert, die weder von Veranstaltern noch von (Online-)Reisebüros getragen werden.

 

Redaktion AnlegerPlus

Foto: freepik.com