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21. Juni 2018   MYDIVIDENDS-WIKIFOLIO

Sixt, eine Erfolgsgeschichte

SIXT

Die Aktie von Sixt gehört aktuell zu den Werten mit der besten Performance im SDAX. Und auch im AnlegerPlus MyDividends-wikifolio, in dem wir Sixt-Vorzüge halten, zählt die Aktie zu den Top-3-Performern. Beeindruckend ist außerdem die Entwicklung der Dividende. Anfang Juni gab es aber einen Wermutstropfen für Anleger.

Die Vorzugsaktie der Sixt SE zählt aktuell zu den Werten in unserem wikifolio, die mit die beste Kursentwicklung aufweisen. Natürlich ist dies nur eine kurzfristige Momentaufnahme, generell betrachten wir die Aktien im AnlegerPlus MyDividends-wikifolio unter langfristigen Gesichtspunkten. Dennoch ist die Kursentwicklung in den letzten zwei Jahren (+110 % seit Juli 2016) beeindruckend. Aus diesem Grund wollten wir uns den Konzern, der in den Geschäftsbereichen Autovermietung und Leasing tätig ist, in der heutigen Ausgabe AnlegerPlus etwas detaillierter ansehen

Im wikifolio halten wir übrigens die Vorzugsaktien, da für diese Aktiengattung die Dividende etwas höher ist als die der Stammaktien. Die Sixt-Stammaktie ist im SDAX gelistet.

Die Sixt-Erfolgsgeschichte

Im SDAX kam die Stammaktie im Verlauf des Jahres 2018 bis Anfang Juni auf das höchste Kursplus, über 50 % standen da zu Buche. Doch dann musste die Börse am 6. Juni einen kleinen Schock verdauen. An diesem Tag wurde öffentlich, dass die Vermögensverwaltung von Sixt-Chef Erich Sixt etwas mehr als eine Millionen Aktien verkaufte und dadurch ihren Anteil von 61,6 % auf 58,3 % reduzierte. Einige Analysten zeigten sich überrascht von dem Verkauf und der Titel gab am Tag der Nachricht über 7 % nach.

Will man dem Verkauf etwas Positives abgewinnen, so erhöht die Maßnahme die Liquidität der Aktie und den Streubesitzanteil. Wir kennen die Beweggründe für den Verkauf nicht, aber nachdem die Stammaktie in diesem Jahr schon kräftig angezogen hatte und ein Rekordhoch bei knapp 116 Euro markierte, ist es nicht ungewöhnlich, Kasse zu machen. Trotz des kleinen Rückschlags ist die Aktie auf Sicht der letzten 12 Monate dennoch klar der beste Wert im SDAX mit einem Kursplus von 104 %. 

Die Erfolgsgeschichte von Sixt startete im Jahr 1912, als Martin Sixt mit drei Fahrzeugen die Firma „Sixt Autofahrten und Selbstfahrer“ gründete. Im Jahr 1951 startet unter dem Namen „Auto Sixt“ das Vermietgeschäft. 1969 trat Erich Sixt in dritter Generation in das Unternehmen ein. Auch heute noch ist er Vorstandsvorsitzender und über seine Vermögensverwaltung größter Einzelaktionär der Sixt SE. Die erste Sixt-Vermietstation in den USA wurde im Jahr 2011 gegründet. Im selben Jahr wurde gemeinsam mit BMW das Joint-Venture DriveNow ins Leben gerufen.

Der Bekanntheitsgrad des Unternehmens erhöhte sich deutlich, als Anfang der 1980er-Jahre mit Jean-Remy von Matt provokative Werbeanzeigen entworfen wurden. 1986 ging die Firma schließlich an die Börse. Dort notieren die Stammaktien, über welche die Familie die Mehrheit der Anteile hält, sowie die Vorzugsaktien, die sich zu 100 % im Streubesitz befinden.

Heute ist Sixt in mehr als 100 Ländern aktiv. In Deutschland besitzt man einen Marktanteil von mehr als 30 %. Auch in Europa und den USA wird die Präsenz sukzessive ausgebaut. In der Autovermietung bedient Sixt Geschäfts- und Firmenkunden ebenso wie Privatkunden. An der ebenfalls börsennotierten Tochter Sixt Leasing hält die Gesellschaft einen Anteil von 41,9 %

Eine Sonderdividende winkt

Die Dividende hat Sixt in den letzten vier Jahren kontinuierlich angehoben. Von 2009 bis 2016 kletterte die Ausschüttung je Aktie von 0,10 Euro auf 1,65 Euro. In diesem Jahr will die Verwaltung den Aktionären je Stammaktie eine Dividende von 1,95 Euro und je Vorzugsaktie 1,97 Euro ausbezahlen. Auf Basis des derzeitigen Börsenkurses von 74,50 Euro für die Vorzugsaktie entspricht dies einer aktuellen Dividendenrendite von 2,64 %. 

Zusätzlich sollen die Anleger eine Sonderdividende in Höhe von jeweils 2,05 Euro je Aktie für beide Aktiengattungen erhalten. Die Sonderdividende wurde mit der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung 2017 sowie dem Verkauf der Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen DriveNow an die BMW Group im ersten Quartal 2018 begründet. Der Verkauf spülte Sixt 209 Mio. Euro in die Kasse. Die Hauptversammlung, die über beide Dividendenvorschläge abstimmen muss, findet am 21. Juni in München statt.

Guter Start in das Jahr 2018

Von 2009 bis 2017 hat sich der Umsatz von Sixt von 1,6 Mrd. Euro auf 2,6 Mrd. Euro verbessert (+62,5 %). Noch besser entwickelte sich der Betriebsgewinn (EBIT). Dieser kletterte im Zeitfenster 2009 bis 2017 um 385 % auf 325 Mio. Euro.

Auch für 2018 ist Sixt optimistisch und die Geschäftszahlen zum ersten Quartal untermauern den Optimismus. Im ersten Quartal 2018 stieg der Konzernumsatz um 9,9 % auf 625,7 Mio. Euro nach 569,3 Mio. Euro im Vorjahr. Sixt profitierte vor allem vom starken Wachstum der Autovermietung im Ausland. Das Betriebsergebnis (EBIT) hat sich um 29,4 % auf 59,3 Mio. Euro erhöht. Weltweit gibt es aktuell 2.251 Vermietstationen und die durchschnittliche Anzahl der Vermietfahrzeuge im Konzern liegt bei 110.100.

Mit der aktuellen Entwicklung unseres wikifolios sind wir sehr zufrieden. Das AnlegerPlus MyDividends-wikifolio liegt im Bereich seines Allzeithochs.

 

Der Beitrag ist erschienen in der Ausgabe 6/2018 der AnlegerPlus News vom 14.6.2018. Die AnlegerPlus News erscheinen monatlich und sind kostenfrei. Die Registrierung erfolgt unter https://anlegerplus.de/news

 

Werner W. Rehmet (Depotmanager des AnlegerPlus MyDividends-wikifolios), Redaktion AnlegerPlus



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