3. September 2020   Wirtschaft

Sparen in der Krise

Deutsche sparen mehr2

Die Mehrheit der Deutschen spart trotz Krise unbeirrt weiter, wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Postbank ergab. Allerdings nehmen viele dabei Abstriche bei der Rendite in Kauf.

 

Für die Umfrage wurden gut 1.000 Personen von Kantar telefonisch interviewt. Mitten im Lockdown stieg die Zahl der Menschen, die Geld zur Seite legen, im Vergleich zum Vorjahr leicht an: Ende April gaben 77 % der Bundesbürger an, Rücklagen zu bilden, 2019 waren es 74 %. Die Zahl der Befragten, die jeden Monat sparen, wuchs im Vorjahresvergleich um vier Prozentpunkte auf 45 %. In der Krise haben 69 % der Deutschen ihr Sparverhalten nicht geändert, 11 % legen sogar mehr Geld zurück.

In der Krise überhaupt zu sparen, kann sich der Studie zufolge jedoch nicht jeder leisten: 5 % der Befragten geben an, dass sie heute weniger sparen, weitere 5 % sparen nichts mehr, 8 % sind sogar dazu gezwungen, ihre Ersparnisse anzugreifen. Laut Umfrage ist jeder fünfte Deutsche (21 %) aufgrund der Coronakrise von Einkommensverlusten betroffen. 41 % der Befragten mit Einbußen spart aktuell weniger oder gar nicht mehr.

Schnelle Verfügbarkeit und Sicherheit sind offenbar die wichtigsten Anlagekriterien für den deutschen Sparer: Jeder Zweite (50 %) belässt sein Geld auf dem Girokonto –der höchste Wert seit 2014. Jeder Dritte (34 %) parkt es auf dem ebenfalls nahezu unverzinsten Sparkonto, ein Plus von zwei Prozentpunkten im Vergleich zu 2019. Immerhin fast jeder dritte Sparer (30 %) investiert in Aktien und Fonds.

 

Bild von Gerhard Gellinger auf Pixabay

Redaktion AnlegerPlus



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