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14. Mai 2018   MARKT & WERTE

Standfest in die Zukunft

Gigaset

Seit Februar 2018 ist Stephan Mathys Finanzvorstand der Gigaset AG (ISIN DE0005156004). Er hat bei dem Hersteller von Schnurlostelefonen bereits Schlüsselfaktoren identifiziert, die im Rahmen der weiteren Wachstumsstrategie eine wichtige Rolle spielen sollen.

Im Zuge einer umfangreichen Restrukturierung wurde bei der Münchener Gigaset AG die Organisation optimiert, die weltweiten Vertriebsaktivitäten synergetisch ausgerichtet und die Lieferfähigkeit des Werks verbessert, um eine sehr flexible Produktion und somit eine schnelle Reaktion auf Kundenwünsche zu ermöglichen. Unabhängig davon ist das international agierende Unternehmen schon 2012 in den Smart-Home-Bereich und in die Geschäftstelefonie eingestiegen. Seit 2016 ist Gigaset auch im Smartphone-Geschäft aktiv. Vor diesem Hintergrund haben wir mit Finanzchef Stephan Mathys über die Wachstumsperspektiven des Telefonspezialisten gesprochen.

Herr Mathys, Sie sind nun seit 1. Februar im Amt. Was möchten Sie als CFO bei Gigaset bewirken?

Gigaset hat erfolgreich eine größere Restrukturierung und eine längere Phase des Umbaus durchlaufen. Ich habe nun die Aufgabe, das Wachstum des Unternehmens konsequent voranzutreiben und gemeinsam mit Vorstandschef Klaus Weßing die positiven Signale unserer Geschäftsbereiche zu nutzen. Durch gezielte Investitionen wollen wir vor allem in den neuen Sparten mittel- bis langfristig den Umsatz und das Ergebnis steigern.

Das Kerngeschäft von Gigaset umfasst weiterhin die Herstellung und den Vertrieb von Schnurlostelefonen. Das hört sich nach einem eher „langweiligen“ Geschäftsmodell an. Wie wollen Sie in dieser Sparte dauerhaft eine hohe Marge erzielen?

Eine attraktive Marge erzielen wir in unserem Kerngeschäft vor allem dank unserer starken Marke, die klar für Qualität und ein Technologie-Premium steht. Wer sich für ein Telefon interessiert, kommt an Gigaset nicht vorbei. Wir bieten nicht nur die größte Produktauswahl in diesem Segment an, sondern wir sind auch qualitativ und technologisch breiter aufgestellt als die Konkurrenz.

Im Rahmen der Neupositionierung haben Sie das Geschäftsmodell aber auch um die aussichtsreichen Geschäftsbereiche Mobile Devices und Business Customers ergänzt. Welche strategischen Maßnahmen haben Sie hier geplant?

Unser vorrangiges Ziel ist es, das Unternehmen auf breitere Beine zu stellen. Mit Mobile Devices haben wir bereits Ende 2016 einen Schritt in diese Richtung unternommen. 2017 wurden weitere strategische Weichenstellungen vorgenommen, die bereits 2018 in neuen Geschäftsbereichen Realität werden sollen. Dies sieht einerseits erweiterte Aktivitäten im Bereich Home Networks vor sowie andererseits neue Lösungen, die derzeit unter dem Arbeitstitel „Future Communications“ subsumiert werden. Ich kann leider noch nicht im Detail auf die geplanten strategischen Maßnahmen eingehen, aber in beiden Feldern werden wir auf einen Ausbau bzw. die Erweiterung des Angebots in bislang noch nicht bediente Bereiche setzen.

Das hört sich gut an. Doch in der Vergangenheit konnte das Management mehrfach Versprechen nicht einhalten. Was können Sie davon enttäuschten Anlegern zum Schluss mit auf den Weg geben?

Ich bin davon überzeugt, dass es für Gigaset wichtig ist, realistische Ziele zu kommunizieren und diese dann einzuhalten. Wir haben das 2016 und 2017 bereits unter Beweis gestellt. Diesen Kurs der Stabilität und des Realismus müssen wir auch in Zukunft fortsetzen, um das Vertrauen von Aktionären und Investoren zu gewinnen. Ich sehe uns auf einem guten Weg. Wir werden in diesem Jahr unser Geschäft weiter stabilisieren und versuchen, weiteres Wachstum auf geringem Niveau zu realisieren.

Vielen Dank für das Gespräch.

Martin Münzenmayer, Redaktion AnlegerPlus



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